07. Mai 2008 12:29
Er trage «böses Blut ins Volk», seine Anhänger erzeugten eine «Lynch- Atmosphäre»: Staatspräsident Tadic spart kurz vor den Wahlen in Serbien nicht mit scharfer Kritik an Regierungschef Kostunica.
Vor wenigen Tagen hatte Tadic kritisiert, das Anti-Europa-Lager unter Kostunica schaffe eine «Lynch-Atmosphäre». Der Staatschef hatte zuvor Morddrohungen erhalten, die von der Polizei als ernst eingestuft worden waren. Kostunica hatte Tadic wiederholt als «Landesverräter» an den Pranger gestellt, weil er für die Unterzeichnung des Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommens mit der EU gesorgt hatte. Kostunica will die weitere Annäherung seines Landes an Brüssel blockieren, weil die Mehrheit der EU-Mitglieder die frühere serbische Provinz Kosovo als selbstständigen Staat anerkannt hatte. (dpa)