Vor den Wahlen in Serbien: 

netzeitung.deTadic wirft Kostunica «Hassreden» vor

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Kritisiert die Anti-Europäer um Kostunica: Staatspräsident Tadic (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Kritisiert die Anti-Europäer um Kostunica: Staatspräsident Tadic
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Er trage «böses Blut ins Volk», seine Anhänger erzeugten eine «Lynch- Atmosphäre»: Staatspräsident Tadic spart kurz vor den Wahlen in Serbien nicht mit scharfer Kritik an Regierungschef Kostunica.

Wenige Tage vor der Parlamentswahl in Serbien am kommenden Sonntag hat Staatspräsident Boris Tadic dem Regierungschef Vojislav Kostunica vorgeworfen, Hass unter den Bürgern zu schüren. «Es ist sehr schlecht, dass er die Bürger hinters Licht führt, sie in sogenannte Patrioten und Verräter teilt und in die Politik Hassreden bringt», sagte Tadic der Belgrader Zeitung «Press». «Es ist sehr unverantwortlich, böses Blut ins Volk zu tragen nur wegen billiger politischer Pluspunkte.»

Vor wenigen Tagen hatte Tadic kritisiert, das Anti-Europa-Lager unter Kostunica schaffe eine «Lynch-Atmosphäre». Der Staatschef hatte zuvor Morddrohungen erhalten, die von der Polizei als ernst eingestuft worden waren. Kostunica hatte Tadic wiederholt als «Landesverräter» an den Pranger gestellt, weil er für die Unterzeichnung des Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommens mit der EU gesorgt hatte.

Kostunica will die weitere Annäherung seines Landes an Brüssel blockieren, weil die Mehrheit der EU-Mitglieder die frühere serbische Provinz Kosovo als selbstständigen Staat anerkannt hatte. (dpa)