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US-Vorwahlen: 

Endspurt zwischen Clinton und Obama

06. Mai 2008 00:05
Obama und Clinton kämpfen um die Kandidatur
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In North Carolina und Indiana geht es am Dienstag um insgesamt 187 Delegiertenstimmen. Umfragen zufolge ist Obama im Vorteil. Der Senator war zuletzt durch Äußerungen seines radikalen Ex-Pastors unter Druck geraten.

Im Rennen um die US-Präsidentschaftskandidatur der Demokraten zwischen Barack Obama und Hillary Clinton beginnt der Endspurt. Die Vorwahlen in North Carolina und Indiana an diesem Dienstag sind die letzten Abstimmungen in bevölkerungsreichen Bundesstaaten. Sie könnten das seit Monaten anhaltende Duell endgültig entscheiden.

Umfragen zufolge liegt der schwarze Bewerber Obama in North Carolina klar vorn, dagegen zeichnet sich in Indiana ein Kopf-an-Kopf-Rennen ab.

Sechs weitere Vorwahlen

Demnach kommt Obama in North Carolina, wo viele Schwarze leben, auf 50 Prozent, Clinton lediglich auf 42 Prozent der Stimmen. In Indiana könnten beide jeweils 45 Prozent erreichen, berichtete CNN am Montag. «Offenbar hat sich Obama wieder etwas erholt», meinte der Sender. Der Senator war durch die Kontroversen um radikale und antiamerikanische Äußerungen seines ehemaligen Pastors unter erheblichen Druck geraten.

In beiden Staaten geht es am Dienstag um zusammen 187 Delegierte für den demokratischen Nominierungsparteitag Ende August in Denver: Danach stehen lediglich sechs weitere Abstimmungen in vergleichsweise kleinen Staaten an, die Serie der Vorwahlen endet am 3. Juni.

Clinton will nicht aufgeben

Nach bisher über 40 Abstimmungen liegt die Ex-First-Lady Clinton bei den Delegiertenstimmen deutlich hinter Obama. Dennoch stellte sie unmissverständlich klar, dass sie auch im Falle einer «Doppelniederlage» in beiden Bundesstaaten am Dienstag nicht aufgeben werde. Ähnlich äußerte sich auch Obama.

Nach einer Zählung von CNN konnte Obama bisher 1736 Delegiertenstimmen hinter sich bringen, Clinton lediglich 1599. Da niemand eine klare Mehrheit für den Parteitag erreichen wird, dürfte die Entscheidung in die Hände der rund 800 «Superdelegierten» fallen. Das sind zumeist Parteifunktionäre und Amtsträger, die nicht an die Vorwahlergebnisse gebunden sind. Von ihnen hat Clinton bisher 20 mehr auf ihre Seite ziehen können als Obama. (dpa)

 
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