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Zeitung berichtet über Regierungspläne: 

7000 zusätzliche US-Soldaten für Afghanistan

04. Mai 2008 11:05
Zurzeit sind über 30.000 US-Soldaten in Afghanistan
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Weil die Nato-Partner ihre Versprechen nicht einlösen, soll die US-Regierung planen, ihr eigenes Truppenkontigent am Hindukusch zu verstärken. Die Entscheidung könnte noch unter US-Präsident Bush fallen.

Die USA erwägen nach einem Bericht der «New York Times», im kommenden Jahr 7000 zusätzliche Soldaten nach Afghanistan zu schicken. Damit sollten die Lücken bei den Beiträgen anderer Nato-Länder ausgefüllt werden, meldete die Zeitung am Samstag unter Berufung auf hochrangige Regierungsbeamte.

Mit der Aufstockung würde die Zahl der US-Soldaten in Afghanistan auf mehr als 40.000 steigen - den höchsten Stand seit Beginn des Krieges vor mehr als sechs Jahren. Insgesamt sind in dem Land rund 62.000 ausländische Soldaten stationiert. US-Kommandeure in Afghanistan halten eine Aufstockung um mindestens 10.000 Soldaten im Kampf gegen die Taliban und Terroristen für nötig.

USA über Nato frustriert

Dem Bericht zufolge begann die US-Planung für die zusätzliche Entsendung in den vergangenen Wochen vor dem Hintergrund wachsender Frustration über die Weigerung oder Unfähigkeit von Nato- Partnerländern, ihre Beiträge zu erhöhen. Zusagen verstärkter Bemühungen beim jüngsten Nato-Gipfel in Bukarest seien bisher nicht in die Tat umgesetzt worden. Mehr als zehn Nato-Länder hätten die Entsendung von insgesamt etwa 2000 zusätzlichen Soldaten versprochen. Doch nur ein Staat habe bisher mit Vorbereitungen begonnen, nämlich Frankreich, das 700 Soldaten zugesagt habe.

Die Zeitung zitiert die Regierungsbeamten mit den Worten, dass dem Pentagon oder dem Weißen Haus bisher keine offiziellen Pläne für die Aufstockung des Kontingents in Afghanistan vorgelegt worden seien. Die Entscheidung könne dem nächsten Präsidenten zufallen. Aber es sei auch nicht auszuschließen, dass der derzeitige Amtsinhaber George W. Bush den Schritt noch vor seinem Ausscheiden im Januar kommenden Jahres anordne. (dpa)

 
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