Auch international kamen Zweifel an dem von der Wahlkommission in Harare vorgelegten Wahlergebnis auf. Angesichts der «unerklärlich langen Verzögerungen» und «Regelwidrigkeiten» nach der Wahl gebe es «ernsthafte Glaubwürdigkeitsprobleme» beim Endresultat, sagte US-Außenamtssprecher Tom Casey in Washington. Auch die slowenische EU- Ratspräsidentschaft sprach von «ernsten Bedenken hinsichtlich der Glaubwürdigkeit des Prozesses». Die Zulassung internationaler Wahlbeobachter und ein Ende der Gewalt in dem afrikanischen Land seien von «entscheidender Bedeutung, um in einer freien und fairen Wahl den freien und demokratischen Willen des Volkes widerzuspiegeln», heißt es in einer am Freitagabend verbreiteten Erklärung der EU-Ratspräsidentschaft .
Tsvangirais MDC hatte bisher eine Stichwahl mit der Begründung abgelehnt, ihr Bewerber habe nach eigener Auszählung eine absolute Mehrheit von 50,3 Prozent erzielt. Der MDC-Chef hatte für den Fall einer Überwachung der Stichwahl durch internationale Beobachter eine Beteiligung aber nicht ganz ausgeschlossen. Laut Wahlgesetz würde seine Nichtbeteiligung an der nun offiziell geforderten Stichwahl den Sieg Mugabes bedeuten. In Simbabwe hatten am 29. März gleichzeitig Präsidenten- und Parlamentswahlen stattgefunden. (dpa)