Diplomatische Krise: 

netzeitung.deStreit zwischen USA und Weißrussland eskaliert

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Der Präsident am Drücker. (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Der Präsident am Drücker.
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die Kritik aus Washington war schon immer scharf. Mit Wirtschaftssanktionen wollte man den autokratischen Präsidenten Lukaschenko dazu bringen, die Menschenrechte zu beachten. Offenbar ohne Erfolg. Nun folgen härtere Schritte.

Das US-Außenministerium hat Weißrussland aufgefordert, seine Botschaft in Washington und das Konsulat in New York zu schließen. Die USA schließen ebenfalls ihre Vertretung in Minsk. Die Schließung der Botschaften ist der letzte Schritt vor dem vollständigen Abbruch der diplomatischen Beziehungen.

Die USA gehören zu den schärfsten Kritikern des autokratisch herrschenden weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko. Wie in Washington verlautete, wurde Weißrussland bis zum 16. Mai Zeit gegeben, seine sechs Diplomaten aus den beiden Vertretungen abzuziehen.

Die US-Botschaft in Minsk werde möglicherweise schon am Freitag geschlossen. Zuvor hatte am Mittwoch die Regierung in Minsk das meiste Personal der US-Botschaft zu unerwünschten Personen erklärt und die Bediensteten aufgefordert, das Land binnen 72 Stunden zu verlassen.

Die US-Regierung hatte bereits im März ihr Botschaftspersonal in Minsk um die Hälfte reduziert. Außerdem kehrte die amerikanische Botschafterin nach Washington zurück, nachdem Weißrussland seinen Botschafter aus den USA zurückbeordert hatte. Die Beziehungen zwischen beiden Ländern haben sich in den vergangenen Monaten stetig verschlechtert. Mit Wirtschaftssanktionen versuchen die USA die Regierung von Lukaschenko zur Einhaltung der Menschenrechte zu bewegen. (AP)