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US-Bericht: 

Mehr Tote bei weniger Terroranschlägen

30. Apr 2008 19:12
In Afghanistan gab es 2007 mehr Anschläge, im Irak etwas weniger
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Die Zahl der weltweiten Terroropfer ist im vergangenen Jahr gestiegen. Das US-Außenministerium spricht in einem Bericht vom Wiedererstarken des Terrornetzwerks Al Qaeda.

Mehr als 22.000 Menschen sind nach Angaben der US-Regierung im vergangenen Jahr weltweit von Terroristen getötet worden. Das sind acht Prozent mehr als 2006, wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten jährlichen Terrorismusbericht des US-Außenministeriums hervorgeht. 60 Prozent der Toten entfielen auf den Irak. Die Gesamtzahl der Terrorattacken sei aber zurückgegangen.

Für Afghanistan verzeichnet der Bericht 2007 allerdings eine Steigerung terroristischer Gewalttaten gegenüber dem Vorjahr um 16 Prozent. Entsprechend sei auch die Zahl der Terroropfer gestiegen. Das US-Außenministerium führt dies auf ein Wiedererstarken des Terrornetzwerks Al Qaeda zurück.

Al Qaeda operiere von entlegenen Verstecken in Pakistan aus und habe zum Teil wieder eine Stärke wie vor dem 11. September 2001. Im Irak seien die Terrorattacken im vergangenen Jahr gegenüber 2006 leicht zurückgegangen, heißt es in dem Bericht. Etwa 13.600 Nichtkombattanten seien dabei getötet worden. Die hohe Zahl wird unter anderem auf einen Anstieg der Selbstmordanschläge um 50 Prozent zurückgeführt.

Größte Gefahr geht von Al Qaeda aus

Die größte Gefahr für die USA und ihre Verbündeten im Irak, in Afghanistan und an anderen Orten gehe nach wie vor von Al Qaeda und verbündeten Gruppierungen aus, stellt das US-Außenministerium in seinem Bericht fest.

Eine Reihe ranghoher Al-Qaeda-Mitglieder sei zwar getötet oder gefangengenommen worden, Al-Qaeda-Führer planten aber weiter Terroranschläge und knüpften auch verstärkt Kontakte von Pakistan aus zu Gruppierungen im Nahen Osten, Nordafrika und Europa. Dem Terrornetzwerk sei es gelungen, getötete oder gefangene Kämpfer auf mittlerer Führungsebene zu ersetzen und die «zentrale Kontrolle» ihrer Führungselite Osama bin Laden und Eiman al-Sawahiri wiederherzustellen. (AP/dpa)


 
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