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US-Präsidentschaftswahl: 

Clinton liegt in Umfrage vor McCain

28. Apr 2008 23:19
Hillary Clinton liegt in einer Umfrage vor Barack Obama
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Die Senatorin steht in der Erhebung besser da als ihr Konkurrent Obama. Der demokratische Parteichef Dean forderte unterdessen den Rückzug eines Präsidentschaftsbewerbers nach der letzten Vorwahl im Juni.

Die demokratische Senatorin kommt in einer am Montag veröffentlichten Erhebung der Nachrichtenagentur AP und des Meinungsforschungsinstituts Ipsos im direkten Vergleich mit McCain auf 50 Prozent. 41 Prozent der Befragten sprachen sich bei dieser Konstellation für McCain aus.

Obama liegt dagegen im direkten Vergleich mit dem republikanischen Senator aus Arizona praktisch Kopf-an-Kopf. 46 Prozent der Befragten sprachen sich bei diesem hypothetischen Duell für Obama aus und 44 Prozent für McCain.

Nächste Vorwahlen in Indiana und North Carolina

Clinton und Obama liefern sich im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten seit Beginn der Vorwahlen im Januar einen erbitterten Zweikampf. Bei den Republikanern steht dagegen McCain bereits als designierter Präsidentschaftskandidat fest.

Die nächsten Vorwahlen der Demokratischen Partei finden am 6. Mai in Indiana und in North Carolina statt. In North Carolina, wo 115 Delegiertenstimmen zu holen sind, gilt Obama als Favorit. In Indiana mit 72 Delegierten liegen er und seine Konkurrentin Hillary Clinton Kopf an Kopf.

Dean für Entscheidung nach letzter Vorwahl

Der demokratische Parteivorsitzende Howard Dean sagte, nach der letzten Vorwahl am 3. Juni müsse entweder Clinton oder Obama das Rennen aufgeben. Die Demokraten brauchten die Zeit, um sich bis zur Wahl am 4. November zu einen. Ende August beschließt der Nominierungsparteitag der Demokratischen Partei, wer bei der Präsidentenwahl am 4. November gegen McCain antreten wird. Da ein Kandidat für die Nominierung 2.025 Delegiertenstimmen braucht, entscheiden am Ende wohl die rund 300 bislang nicht festgelegten Superdelegierten - wenn nicht einer von beiden vorher seine Bewerbung zurückzieht.

Unterdessen geht die Kontroverse um den wegen USA-kritischer Äußerungen bekannt gewordenen früheren Pastor Obamas, Jeremiah Wright, weiter. Der Geistliche wiederholte am Montag bei einem Auftritt im Nationalen Presseklub in Washington seine Äußerung, die USA hätten sich die Terroranschläge des 11. Septembers 2001 selbst zuzuschreiben. Man könne nicht mit terroristischen Mitteln gegen andere Völker vorgehen und erwarten, selbst davon verschont zu bleiben, sagte er auf Fragen nach seinen früheren Äußerungen.

Rassenzugehörigkeit für Obama nicht wahlentscheidend

Obama hatte sich im März von Wright distanziert, nachdem Videos aufgetaucht waren, in denen der Pastor der US-Regierung Rassismus vorwarf und sagte, Washington sei selbst schuld an den Terroranschlägen vom 11. September.

Obama selbst sagte, Rassenzugehörigkeit sei im Präsidentschaftswahlkampf kein entscheidender Faktor. In der amerikanischen Gesellschaft sei das Thema zwar noch immer von Bedeutung, sagte der Senator von Illinois am Sonntag in einem Fernsehinterview. Was die Bewerbung um die Nachfolge von Präsident George W. Bush angehe, sei er dagegen sicher, dass die Menschen einfach «jemanden suchen, der ihre Probleme lösen kann». (AP)

 
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