Olympisches Feuer in Pjöngjang: Jubelnde Massen beim Fackellauf in Nordkorea28. Apr 2008 10:03  |  Winkelemente und Lächeln am Flughafen von Pjöngjang | Foto: AP |
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Seinen einzigen Freund sollte man tunlichst nett behandeln – so hält man es auch in Pjöngjang. Der Empfang des olympischen Feuers in dem diktatorisch regierten Land wurde zur straff organisierten Jubel- Veranstaltung für China.
Auf ihrem bisher schwierigen Weg nach China ist die olympische Flamme am Montag in Nordkoreas Hauptstadt Pjöngjang von jubelnden Menschenmassen begrüßt worden. Große Mengen von Frauen in traditioneller Kleidung und Männern in westlichen Anzügen säumten mit roten Plastikblumen in den Händen die Straßen entlang der Strecke für den olympischen Fackellauf, wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo aus Pjöngjang berichtete. Die Menschen hätten «Willkommen, Willkommen!» gerufen.
Die Tatsache, dass einige «unreine Kräfte» gegen die Ausrichtung der Olympischen Spiele durch China seien, sei eine «Kampfansage an die olympische Idee», sagte der Vorsitzende des Nationalen Olympischen Komitees (NOK), Pak Hak Son, zum Start des Laufs. Es ist das erste Mal, dass ein olympischer Fackellauf auch in dem autoritär regierten und weitgehend isolierten Land stattfindet. Protestkundgebungen wie zuvor in Südkorea und anderen Ländern wurden nicht erwartet. Peking gilt als der einzige noch verbliebene Verbündete Pjöngjangs.
In Südkorea war es am Sonntag trotz strengster Sicherheitsvorkehrungen zu vereinzelten Ausschreitungen zwischen pro-chinesischen und anderen Demonstranten gekommen, die gegen Pekings Tibet-Politik und Abschiebungen von nordkoreanischen Flüchtlingen in China protestiert hatten. Nächste Etappe des Fackellaufs ist Vietnam. (dpa)
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