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Fackellauf Down Under: 

Viel Polizei auf der verkürzten Strecke

24. Apr 2008 07:53
Auch in Australien kam es zu Protesten
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Mit Metallzäunen und unter strenger Aufsicht verlief der Fackellauf im australischen Canberra weitgehend friedlich. Bei Rangeleien zwischen den Pro-Tibet-Gruppen und Chinesen kam es zu Festnahmen.

Trotz tausender Demonstranten in den Straßen der australischen Hauptstadt Canberra ist der olympische Fackellauf am Donnerstag ohne größere Zwischenfälle über die Bühne gegangen. Regierungstreue Chinesen mit roten T-Shirts und Fähnchen waren Exiltibetern und ihren Sympathisanten an diesem kühlen Morgen zahlenmäßig weit überlegen.

Proteste von Tibet-Aktivisten und prochinesische Gegendemonstrationen haben am Donnerstag den Olympischen Fackellauf in Australien begleitet. Rund 80 Sportler trugen das symbolträchtige Feuer durch die Straßen der Hauptstadt Canberra. Bei Zwischenfällen wurden sieben Personen festgenommen. Trotz vereinzelter Störungen gelangte die Olympische Fackel wie geplant an ihr Ziel. Letzter Läufer war nach rund drei Stunden der australische Schwimmer und fünffache Goldmedaillen-Gewinner Ian Thorpe.

Polizisten in kurzen Hosen, T-Shirts und Baseball-Kappen begleiteten die Fackelläufer. Etwa eine Stunde nach dem Start sprang ein Mann vor die Fackel, wurde aber von den Beamten schnell zur Seite gezerrt. Ein anderer Demonstrant rief: «Stop killing in Tibet» und wurde ebenfalls von Polizisten abgeführt. Vor dem Parlamentsgebäude, etwas abseits der Strecke, blockierten drei Tibeterinnen eine Straße. Die festgenommenen Personen müssen nach Angaben der Behörden mit einem Verfahren wegen Störung der öffentlichen Ordnung rechnen.

Zu weiteren Zwischenfällen kam es in einem Park im Stadtzentrum, wo sich mehrere tausend Menschen versammelten. Dabei bekundeten die einen mit tibetischen Fahnen ihre Sympathie für die Unabhängigkeitsbewegung der Himalaya-Region. Andere schwenkten chinesische Fahnen. Die Polizei bemühte sich, beide Seiten voneinander zu trennen. Dabei kam es wiederholt zu Rangeleien. Tibetische Aktivisten setzten eine chinesische Flagge in Brand. Nach Angaben von Pro-Tibet-Gruppen kamen schätzungsweise 500 Unterstützer nach Canberra. Gleichzeitig mobilisierten chinesische Studentenvereinigungen für Gegenkundgebungen und organisierten Busfahrten aus mehreren Städten.

Sam Wong von der Australia China Association sagte, dem Aufruf zur Begleitung des Fackellaufs seien 10.000 Menschen gefolgt. Der auf drei Stunden angesetzte Lauf der 80 Fackelträger durch die Straßen der australischen Hauptstadt wurde von einem Großaufgebot der Polizei gesichert. Die gegenüber der ursprünglichen Planung um vier Kilometer gekürzte Strecke wurde mit Metallgittern abgesperrt. «Wir sind entschlossen sicherzustellen, dass die Fackel die gesamte Strecke zurücklegen kann», sagte Polizeichef Mike Phelan. Die heftigsten antichinesischen Proteste während des Fackellaufs gab es bislang in London, Paris, San Francisco und Neu-Delhi. Am Samstag ist die japanische Stadt Nagano der nächste Schauplatz des Fackellaufs. Am 2. Mai trifft die Olympische Fackel in Hongkong ein und setzt ihren Weg dann in China fort - bis zur Eröffnung der Spiele am 8. August in Peking. (AP/ dpa)

 
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