30. Mrz 2008 15:25
Im Wahlkampf machten die Grünen gegen «Kohle von Beust» mobil – jetzt kontaktiert der Hamburger Bürgermeister Energie-Konzerne, die eine Alternative zum Klimakiller Moorburg bieten. Vattenfall ist aber noch nicht aus dem Rennen.
Erste Gespräche mit den Stromkonzernen haben nach Angaben des Magazins bereits stattgefunden. Beust sprach demnach mit einem Vorstandsmitglied von RWE über die Option. Auch Eon und EnBW seien vom Hamburger Senat kontaktiert worden, hieß es. Auf Wunsch der Grünen stellte am Donnerstag der Ökostrom-Erzeuger Lichtblick ein Konzept für ein Gaskraftwerk vor. Die Option werde geprüft, hieß es laut «Focus» im Senat. Die CDU setze allerdings vorrangig auf ein Einlenken von Vattenfall. Der schwedische Konzern hat bereits mehr als 120 Millionen Euro in das Kohlekraftwerk investiert und erwägt Schadensersatzforderungen.Laut «Spiegel online» könnte Lichtblick ein 600- bis 700-Megawatt- Kraftwerk bis 2012 fertiggestellt haben. Das mit Kraft-Wärme- Koppelung ausgestattete Kraftwerk würde über einen Wirkungsgrad von bis zu 80 Prozent verfügen – etwa ein Drittel mehr als das Kohlekraftwerk. (dpa)