UMP-Fraktionschef Jean-François Copé sprach von einer «Kombination der Ungeduldigen und Unzufriedenen». Parteisprecherin Nadine Morano, unterlegene Kandidatin für das Bürgermeisteramt im nordostfranzösischen Toul, sagte, sie sei zum Teil auch Opfer einer «Sanktionswahl» geworden. Außerdem konnte bei der Wahl die Linke unter anderem mittelgroße Hochburgen der Rechten wie Amiens, Reims, Metz, Caen und Angers gewinnen. Sie baute in Lille ihre Position auf zwei Drittel der Stimmen aus, scheiterte aber knapp beim Sturm auf Marseille.
Der «dritte Mann» der Präsidentenwahl, François Bayrou, scheiterte hauchdünn mit seinem Versuch, das Rathaus des südfranzösischen Pau zu erobern. Er erlitt damit einen herben Rückschlag auf seinem Weg zum Ausbau seiner Zentrumspartei MoDem als dritte Kraft zwischen dem linken und dem rechten Block. (dpa)