05. Mrz 2008 20:04
Keiner weiß, wohin die Krise noch gehen kann. Präsidenten Chávez hat seinen Worten Taten folgen lassen und die Bataillone in das Grenzgebiet verschoben, nachdem kolumbianische Truppen Ecuador angriffen.
Inzwischen haben die kolumbianischen Rebellen der FARC einen Nachfolger für ihr am Wochenende in Ecuador getöteten Führungsmitglied ernannt. In einer Stellungnahme hieß es am Dienstag, Milton de Jesus Toncel, alias Joaquin Gomez, werde Raul Reyes ersetzen. Reyes war am Samstag gemeinsam mit 22 weiteren FARC-Kämpfern bei einem Einsatz der kolumbianischen Truppen in Ecuador getötet worden. Die Rebellen erklärten, Reyes habe an einem Plan zur Freilassung der früheren kolumbianischen Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt gearbeitet, die seit 2002 in der Gewalt der FARC ist. Der ecuadorianische Staatspräsident Rafael Correa deutete am Dienstag bei einem Besuch in Brasilien an, dass Kolumbien die Guerillas auf ecuadorianischem Gebiet bewusst angegriffen habe, um weitere Geiselfreilassungen zu verhindern. Belege für seine Vermutung nannte Correa nicht. Correa versucht zu erreichen, dass der kolumbianische Präsident Alvaro Uribe von den Nachbarstaaten für den grenzüberschreitenden Angriff verurteilt wird. Dies dürfe nicht ungestraft bleiben, erklärte Correa. Eine Entschuldigung Kolumbiens wies Ecuador als unzureichend zurück. (AP)