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Gewaltwelle in Pakistan: 

Selbstmordattentäter reißt Dutzende in den Tod

03. Mrz 2008 09:38
Selbstmordanschlag im Nordwesten Pakistans kostet 40 Menschen das Leben
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Seit Monaten kommt das südasiatische Land nicht zur Ruhe. Die Welle der Gewalt reißt nicht ab. Bei Kämpfen und Anschlägen kamen erneut mehr als fünfzig Menschen ums Leben.

Bei einem verheerenden Selbstmordanschlag im Nordwesten Pakistans sind am Sonntag etwa 40 Menschen getötet worden. Fernsehsender berichteten, der Attentäter habe einen Sprengsatz während einer Stammesversammlung mit rund 1000 Teilnehmern gezündet. Erst am Freitag hatte dort ein Selbstmordattentäter 42 Menschen bei einer Trauerfeier getötet. Am Samstag waren bei einem Anschlag nahe der Stadt Khar zwei Menschen ums Leben gekommen und 20 weitere verletzt worden.

Im Zusammenhang mit dem Mord an Oppositionsführerin Benazir Bhutto erklärten die Behörden den Chef der Taliban-Bewegung in Pakistan, Baitullah Mehsud, offiziell zum Hauptverdächtigen. Am Samstag seien Haftbefehle gegen ihn und vier Komplizen erlassen worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur APP. Regierung und Geheimdienst hatten Mehsud bereits unmittelbar nach dem Attentat am 27. Dezember als mutmaßlichen Drahtzieher genannt. Die Extremisten bestreiten eine Verwicklung in den Mord.

Gemeinsamer Kampf gegen die Aufständischen

Der Sender DawnNews TV gab die Zahl der Toten des Anschlags vom Sonntag mit 37 an. Reporter des Senders Geo TV sprachen von mehr als 40 Todesopfern. 35 Menschen seien mit zum Teil schweren Verletzungen in Krankenhäuser gebracht worden, hieß es weiter. Den Berichten zufolge hatten Stammesführer die Versammlung einberufen, um über den Kampf gegen islamische Extremisten zu beraten. Rund 1000 Menschen hätten an dem Treffen in der rund 40 Kilometer südlich der Provinzhauptstadt Peshawar gelegenen Stadt Darra Adam Khel teilgenommen.

Staatspräsident Pervez Musharraf hatte die Stammesangehörigen aufgerufen, gemeinsam mit den Sicherheitskräften gegen die Aufständischen zu kämpfen. Bereits bei der Parlamentswahl am 18. Februar war in der Nordwest-Grenzprovinz das islamistische Parteienbündnis MMA von säkularen Parteien geschlagen worden. Die Region an der Grenze zu Afghanistan gilt als Rückzugsraum für Taliban-Kämpfer und El-Kaida-Terroristen. Hunderte Menschen kamen dort in den vergangenen Monaten bei Kämpfen und Anschlägen ums Leben. (dpa)

 
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