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Nach Fidel Castros Rückzug: 

Raúl Castro tritt Nachfolge seines Bruders an

24. Feb 2008 20:08
Fidel war 50 Jahre Präsident (l.), nun führt Raul Kuba
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Bei der Wahl des neuen kubanischen Präsidenten ist der Sitz des kranken Fidel Castro im Parlament leer geblieben. Nach einem halben Jahrhundert müssen sich die Kubaner an eine neue Staatsführung gewöhnen.

Die kubanische Nationalversammlung hat am Sonntag Raúl Castro, den 76 Jahre alten Bruder des erkrankten bisherigen Amtsinhabers Fidel Castro, zum neuen Staatsratsvorsitzenden gewählt.

Er tritt damit ganz offiziell die Nachfolge Fidel Castros an, der das kommunistische Land fast ein halbes Jahrhundert beherrscht hatte. Der 81 Jahre alte Revolutionsführer hatte die Ämter des Staats- und Regierungschefs schon Mitte 2006 provisorisch an Raúl übergeben.

Standing Ovations

Als die Namen der 614 Abgeordneten bei der Eröffnung der Sitzung des neuen Parlaments am Sonntag einzeln vorgelesen wurden, unterbrachen die Volksvertreter den Vorgang zwei Mal mit stehendem Applaus: Für Fidel und Raúl Castro.

Die Abgeordneten wählten zunächst Ricardo Alarcon zum Parlamentspräsidenten. Dann bestimmten die Parlamentarier die 31 Mitglieder des Staatsrats und dessen Präsidenten. Dieser ist gleichzeitig Staatsoberhaupt und Regierungschef. Fidel Castro wird seinen Sitz im Parlament behalten sowie weiter Vorsitzender der Kommunistischen Partei bleiben. Bei der Sitzung am Sonntag blieb sein Stuhl im Parlament leer.

Rice: Bedeutender Moment

US-Außenministerin Condoleezza Rice sprach in Washington von einem bedeutenden Moment in der Geschichte Kubas, die Menschen müssten aber eigentlich das Recht haben, ihre Staatsführung in freien und fairen Wahlen selbst zu bestimmen. Sie forderte die kubanische Regierung auf, «einen Prozess friedlicher und demokratischer Veränderungen zu beginnen». Alle politischen Gefangenen sollten freigelassen werden, die Menschenrechte respektiert werden und ein klares Konzept für den Übergang zur Demokratie vorgelegt werden.(AP/dpa)

 
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