US-Außenminister gesucht: 

netzeitung.deObama spricht mit Clinton und Richardson

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Erst Rivalen, bald ein Team? Obama und Clinton (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Erst Rivalen, bald ein Team? Obama und Clinton
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Kein Dementi, kein Kommentar: Nach dem Treffen mit dem designierten US-Präsidenten hält sich die einstige First Lady bedeckt. Sie ist auch nicht die einzige Person, die für die Schlüsselposition im Außenministerim in Frage kommt.

Clinton oder Richardson? In den USA mehren sich die Zeichen, dass der designierte US-Präsident Barck Obama die Schlüsselposition des «Secretary of State» – wie das Amt des Außenministers genant wird- mit seiner einstigen Rivalin Hillary Clinton besetzt. Aber auch der Gouverneur von New Mexico, Bill Richardson, soll im Gespräch sein. Die Senatorin von New York und Richardson waren Konkurrenten Obamas im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten

Wie der Sender CNN am Freitagabend berichtete, fragte der künftige Präsident Obama die New Yorker Senatorin Clinton bei einem Treffen am Donnerstag, ob sie für das Amt des Außenministers in seiner künftigen Regierung zur Verfügung stehe. Wie CNN unter Berufung auf «mehrere Quellen» in der demokratischen Partei berichtete, habe Obama Clinton dabei den Eindruck vermittelt, der Job könnte ihrer sein, wenn sie ihn wolle.

Mit Aufmerksamkeit wurde außerdem notiert, dass Clinton selbst die Berichte über eine mögliche Nachfolge von Außenministerin Condoleezza Rice nicht dementierte. Zum Auftakt einer Rede am Freitag in New York ging sie auf das Thema ein, sagte aber lediglich: «Ich werde nicht über die künftige Regierung des gewählten Präsidenten spekulieren.» Wer Fragen habe, müsse sich an das Obama-Team wenden. Clinton, die Obama nach einem harten Vorwahlkampf unterlegen war, galt zunächst als mögliche Vizepräsidentschaftskandidatin.

Treffen mit Bill Richardson
Am Freitag traf er sich in Chicago auch mit dem Gouverneur von New Mexico, Bill Richardson.
Richardson war unter Präsident Bill Clinton US-Botschafter bei den Vereinten Nationen und Energieminister. Er verfügt über große außenpolitische Erfahrung. Aus Kreisen der Demokraten hieß es dazu, die beiden seien nicht die einzigen Kandidaten für das Amt, mit denen Obama gesprochen habe. Der künftige Präsident habe noch nicht erkennen lassen, wen er bevorzuge, erklärte ein hochrangiger Berater.

Der kommende Präsident hat in seinem Übergangsteam inzwischen mehrere ehemalige Mitarbeiter des vormaligen US-Präsidenten Clinton versammelt. Sowohl Bill als auch Hillary Clinton machten zuletzt entschlossen für Obama Wahlkampf. Obama soll sich auch mit dem Expräsidenten ausgesprochen haben, der ihn während des Vorwahlkampfs teils heftig attackiert hatte.

Top-Beraterin ernannt
Neben Clinton und Richardson wurden für die Besetzung des Außenministeriums auch der republikanische Senator Chuck Hagel und der frühere demokratische Präsidentschaftskandidat John Kerry als mögliche Kandidaten genannt.

Wegen der Finanzkrise erhält derzeit allerdings die Frage nach dem künftigen Finanzminister mehr Aufmerksamkeit. Obama will am Montag den Republikaner John McCain treffen. Der unterlegene Kandidat bei der Präsidentschaftswahl ist nach Angaben von Vertrauten beider Politiker nicht für ein Regierungsamt im Gespräch. Doch will der künftige Präsident McCain offenbar zur Zusammenarbeit bei Themen wie Klimaschutz, Einwanderung oder Folterverbot gewinnen.

Unterdessen ernannte Obama seine langjährige Vertraute Valerie Jarrett zur Top-Beraterin im Weißen Haus. Das verlautete aus dem Team des künftigen Präsidenten. Jarrett war für mehrere Spitzenämter der neuen Regierung im Gespräch. Unter dem amtierenden Präsidenten George W. Bush hatte Karl Rove die Position eines Senior Advisers inne. (nz/AP/dpa)