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Streit um Atomprogramm: 

Nordkorea schließt IAEA-Inspektoren aus

24. Sep 2008 16:34
Die Anlage Yongbyon
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Nordkorea macht ernst: Die Atom- Wiederaufbereitungsanlage Yongbyon soll wieder in Betrieb gehen und erstes nukleares Material innerhalb einer Woche eintreffen. Überwachen lassen will man sich dabei nicht mehr.

Nordkorea hat nach Angaben von IAEA-Direktor Mohamed ElBaradei die Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde von seiner Atomanlage Yongbyon ausgeschlossen. Die Regierung in Pjöngjang habe dort außerdem alle Siegel und Überwachungsanlagen der IAEA entfernen lassen, sagte ElBaradei am Mittwoch in Wien. Sie habe erklärt, binnen einer Woche nukleares Material in die Aufbereitungsanlage zu bringen. Nordkorea hat vergangene Woche angekündigt, die abgeschaltete Anlage in Yongbyon wieder in Betrieb nehmen zu wollen.

In der Anlage entsteht beim Aufbereitungsprozess Plutonium, das zum Bau von Atomwaffen verwendet werden kann. Mit der seit längerem angedrohten Wiederinbetriebnahme reagiert Pjöngjang nach eigenen Angaben auf die Entscheidung der USA, Nordkorea vorerst nicht von ihrer Schwarzen Liste der Terrorismus-Unterstützer zu nehmen. Die Stilllegung der Atomanlagen und die im Gegenzug geplante Streichung Nordkoreas von der US-Liste der «Schurkenstaaten» sind Bestandteile der Vereinbarungen bei den «Sechs-Länder-Gesprächen» zwischen Nord- und Südkorea, den USA, China, Russland und Japan.

Die Nachricht von dem Schritt Nordkoreas stieß bei den Mitgliedern des IAEA-Gouverneursrats am Mittwoch auf Ablehnung. In einer Erklärung des Vorsitzenden der seit Montag in Wien tagenden Versammlung wurde Pjöngjang aufgefordert, die Vereinbarung des im vergangenen Jahr geschlossenen Abkommens einzuhalten. Darin hatte sich Nordkorea zum Verzicht auf sein militärisches Atomprogramm verpflichtet. Im Gegenzug hatten die fünf anderen beteiligten Staaten Pjöngjang umfangreiche Wirtschaftshilfe zugesagt. (AP/dpa)

 
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