22.09.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Im Inneren der Atomanlage von Yongbyon
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
In Pjöngjang ist man verärgert, weil die USA Nordkorea nicht von der Liste der Schurkenstaaten streichen wollen. Im Gegenzug will man nun die Atomanlagen wieder in Betrieb nehmen.
Nordkorea hat Inspekteure der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA aufgefordert, die Siegel an seiner vor Monaten heruntergefahrenen Anlage zur Wiederaufbereitung von Uran zu öffnen. Dies gab IAEA-Generaldirektor Mohammed el Baradei am Montag vor dem IAEA-Gouverneursrat in Wien bekannt. Die Regierung in Pjöngjang habe von den Technikern außerdem verlangt, die zur Überwachung der Anlage installierten Instrumente wieder zu entfernen.
Nach offiziellen Angaben planten nordkoreanische Techniker dort Tests, die allerdings ohne spaltbares Material ausgeführt werden sollen. Nach Angaben El Baradeis bedeutet die jüngste Entwicklung allerdings «keine Änderung am Status der Atomanlage von Yongbyon», die weiterhin als geschlossen gelte.
IAEA will Atomanlagen überwachenNordkorea hatte in der vergangenen Woche angekündigt, dass es seine atomaren Anlagen wieder in Betrieb nehmen werde. Pjöngjang ist verärgert, weil die USA das Land noch nicht von ihrer Liste der sogenannten Schurkenstaaten gestrichen haben.
El Baradei äußerte die Hoffnung, «dass die Bedingungen für eine Rückkehr Nordkoreas in den Atomwaffensperrvertrag geschaffen werden, und die Agentur (IAEA) ihre Überwachung der nordkoreanischen Atomanlagen wieder aufnehmen kann». (dpa)