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Köhler in der Mongolei: 

Erst Verträge, dann «Hände hoch!»

05. Sep 2008 10:17
Horst Köhler und seine Frau Eva sind derzeit in der Mongolei
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Der Bundespräsident ist mit seiner Frau auf Asienreise und hat in der Mongolei Station gemacht. Nach dem Abschluss von Verträgen zur zukünftigen Zusammenarbeit, gab es beim Damenprogramm eine Lektion zur deutschen Sprache.

Deutschland und die Mongolei haben eine umfassende Partnerschaft bis hin zu militärischer Kooperation vereinbart. Aus Anlass des Staatsbesuchs von Bundespräsident Horst Köhler in dem asiatischen Land wurde dazu am Freitag eine gemeinsame Erklärung beider Regierungen verabschiedet. Darin werden Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit im Inneren und das internationale Recht in der Außenpolitik als gemeinsame Werte bekräftigt.

Beide Länder wollen künftig bei UN-Friedensmissionen eng zusammenarbeiten und sich regelmäßig auf Regierungsebene absprechen. Der mongolische Präsident Nambar Enkhbayar sprach von einem «neuen Niveau» der Beziehungen seines Landes mit Deutschland. Die Georgien- Krise mit Russland müsse friedlich gelöst werden, betonte er auf Fragen.

Völkerverständigung durch das TV

Beim sogenannten «Damenprogramm» des Staatsbesuchs ist Eva Luise Köhler, Ehefrau des Bundespräsidenten, mit Deutschkenntnissen der besonderen Art überrascht worden. Im Gandan Kloster nahe der mongolischen Hauptstadt Ulan Bator traf sie am Freitag auf einen Würdenträger der mongolischen Buddhisten, der ihr bei der Verabschiedung sagte, auch er kenne ein paar deutsche Wörter.

Frau Köhler fragte nach einem Beispiel, der Kirchenmann hob daraufhin beide Arme und rief: «Achtung: Hände hoch!». Die zunächst etwas verdutzte Besucherin aus Berlin wollte Details dazu wissen. Die Aufklärung beruhigte sie dann wieder: Er kenne den Aufruf auf Deutsch aus Filmen des russischen Fernsehens. Eva Luise Köhler und der Abt retteten schließlich die Situation mit großem Gelächter.

Die Mongolei mit 2,6 Millionen Einwohnern liegt zwischen Russland und China und spielt mit ihren großen Reserven an Kupfer, Gold, Uran und Kohle eine zunehmend starke Rolle auf dem Weltmarkt. (nz/dpa)

 
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