Struck, der Vorgänger Jungs, sagte, ein Einsatz wie der der Bundeswehr in Afghanistan könne es mit sich bringen, dass Menschen getötet werden. Das sei die Realität im Kampf gegen den Terrorismus. Der Bundeswehrverband hatte die Diskussion angesichts der zunehmenden Gewalt gegen die Bundeswehr in Afghanistan ausgelöst. Jung hatte am Vorabend in Afghanistan von einer «asymmetrischen Bedrohungslage» für die Bundeswehr gesprochen. Sie sei «im Kampf gegen den Terrorismus, aber nicht im Krieg». Mit scharfen Worten wandte sich Jung gegen Forderungen nach einem Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan. Wer solche Forderungen erhebe, betreibe das Geschäft derjenigen, die die deutschen Soldaten gefährdeten, sagte der Minister bei seinem Besuch in Kabul dem ZDF.Dagegen plädierte der Grünen-Bundestagsabgeordnete Winfried Hermann in der «Berliner Zeitung» für einen «geordneten Rückzug». Deutschland müsse den Afghanen sagen: «Wir sind bereit, euch zu helfen, aber wir sind nicht bereit, Krieg in Afghanistan zu führen.» Hermann kündigte an, er werde im Bundestag eine Verlängerung und Erweiterung des Mandats ablehnen. (AP)