29. Aug 2008 16:07
Durchschnittliche Mieterhaushalte geben schon jetzt ein Drittel ihres Einkommens für Strom und Heizung aus. Bei den Ärmeren ist es noch mehr. Nun will der Mieterbund, dass Wohngeld und Hartz IV erhöht werden.
Ein durchschnittlicher Mieterhaushalt wende heute 34 Prozent seines Haushaltsnettoeinkommens für eine warme Wohnung auf, einschließlich der Stromkosten seien es 37 Prozent. Einkommensschwache Haushalte hätten sogar eine Wohnkostenbelastung von 50 Prozent und mehr. Strom und Heizkosten müssten auf Dauer bezahlbar bleiben. Hier sei die Politik gefragt, die dafür bisher jedoch kein Konzept entwickelt habe, kritisierte Rips. Der DMB legte ein Zehn-Punkte-Programm vor, in dem langfristig eine umfassende energetische Modernisierung der Wohnungsbestände verlangt wird.Ziel müsse es sein, bis zum Jahr 2020 Neubaustandards im Wohnungsbestand zu erreichen. Bisher seien diese Standards nur für den Neubau festgeschrieben, womit lediglich jährlich 200.000 Wohnungen erfasst würden. In den 37 Millionen genutzten Bestandswohnungen komme es dagegen auf Vernunft und Freiwilligkeit an, was angesichts der weit verbreiteten «Investitionsunlust» kaum zu nennenswerten Ergebnissen führen werde, sagte der Jurist. Zudem müsse der Anteil erneuerbarer Energien deutlich erhöht werden. Mittelfristig würden intelligente Messsysteme und eine Aufstockung der Fördermittel für Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz gebraucht, sagte Rips. (AP)