Sie mussten 2001 ihre Häuser in Peking für ein Bauprojekt räumen und legten bereits mehrfach Widerspruch dagegen ein. In diesem Jahr protestierten sie 16 Mal in Peking. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch bezeichnete die Anordnung zum Arbeitslager als Versuch der Einschüchterung. Die chinesischen Behörden haben rund um die Wettkampfstätten besondere Zonen eingerichtet, in denen Demonstrationen zugelassen werden sollten.Die Anträge dazu sollten fünf Tage vorher eingereicht und innerhalb von 48 Stunden beantwortet werden. Bisher wurden nach offiziellen Angaben vom Montag 77 Anträge eingereicht, die aber alle zurückgezogen, ausgesetzt oder nicht genehmigt wurden.
Die chinesische Polizei nahm am Dienstag fünf amerikanische Demonstranten fest, die in der Nähe des Pekinger Olympiastadions ein Plakat mit der Aufschrift «Befreit Tibet» entrollt hatten. Die Demonstranten wurden von Sicherheitskräften an einen unbekannten Ort gebracht, wie die Gruppe Students for a Free Tibet in der chinesischen Hauptstadt mitteilte.
Festgenommen wurde demnach auch ein New Yorker Graffiti-Künstler, der mit Laserstrahlen ebenfalls die Botschaft «Befreit Tibet» auf bekannte Gebäude in Peking projizieren wollte. Die chinesischen Sicherheitsbehörden erklärten, ihnen lägen keine Informationen zu den Protestaktionen vor. (AP)