Bundeswehr-Gelöbnis vor dem Reichstag: 

netzeitung.deRasen betreten für Soldaten nun doch erlaubt

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Bald stehen sie dort in Reih und Glied (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Bald stehen sie dort in Reih und Glied
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In Berlin beugt sich das Bezirksamt den Wünschen der Bundeswehr und gibt die Grünfläche vor dem Parlament frei. Damit kann am 20. Juli dort die Rekrutenvereidigung stattfinden - mit einem illustren Festredner.

Rund 500 Bundeswehr-Rekruten können nun doch am 20. Juli ihr feierliches Gelöbnis vor dem Reichstag ablegen. Das Verteidigungsministerium berichtete am Freitag, das zuständige Berliner Bezirksamt habe nunmehr eine Genehmigung in Aussicht gestellt. Die Zeremonie mit einigen tausend Gästen findet am Jahrestag des Hitler-Attentats vom 20. Juli 1944 statt.

Die förmliche Genehmigung der Veranstaltung auf der Rasenfläche vor der Westseite des Reichstags erwartet das Ministerium in einem Gespräch mit der Bezirksverwaltung am Freitagnachmittag. Zunächst hatte das Bezirksamt Mitte die Zeremonie mit der Begründung abgelehnt, die Rasenfläche würde zu stark leiden. Das hatte unter anderem bei Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) Unverständnis ausgelöst.
Kein Hochsicherheitstrakt
Der Sprecher des Verteidigungsministeriums machte deutlich, dass das Ministerium keine Abstriche an seinem Platzbedarf mache. Auch wies er Vorwürfe wegen überhöhter Sicherheitsanforderungen zurück. Es gehe nicht darum, einen «Hochsicherheitstrakt» aufzubauen. Es gehe nur darum, die Teilnehmer zu schützen und auch Fluchtwege für etwaige Unglücks- oder Zwischenfälle offen zu halten.

Seit 1999 legen Rekruten in Berlin am 20. Juli ihr Gelöbnis ab. Die Zeremonie fand stets am Bendlerblock statt, in dessen Hof nach einem gescheiterten Attentat auf Adolf Hitler einige Verschwörer hingerichtet worden waren. Wegen dortiger Bauarbeiten war in diesem Jahr der Reichstag ins Gespräch gekommen. Auf Wunsch des Ministeriums soll das Gelöbnis auf der großen Rasenfläche an der Westseite des Reichstags abgehalten werden. Altkanzler Helmut Schmidt soll die Festrede halten. (dpa/AP)