Der afghanische Präsident Hamid Karsai sagte, die Bluttat sei von Extremisten ausgeführt worden, die die Freundschaft zwischen Afghanistan und Indien zerstören wollten.Der Sprecher von Präsident Hamid Karsai, Humajun Hamidsada, erklärte am Dienstag, es gebe «genügend Beweise», dass der pakistanische Geheimdienst hinter dem Anschlag stecke. «Die Raffinesse des Anschlags, das Ziel, die verwendeten Materialien, alles trägt die Handschrift eines bestimmten Geheimdienstes, der schon ähnliche Anschläge in Afghanistan verübt hat», sagte Hamidsada. Er erwähnte Pakistan zwar nicht namentlich, erklärte auf Nachfrage, dass dies «offensichtlich» sei.
Pakistan dagegen hat jegliche Beteiligung an dem Selbstmordanschlag zurückgewiesen. Sein Land habe kein Interesse, den Nachbarstaat zu destabilisieren, sagte der pakistanische Premier Yousaf Raza Gilani am Dienstag auf einer Konferenz islamischer Staaten in Malaysia. «Wir möchten Stabilität in der Region», betonte Gilani. Auch die Taliban wiesen jede Verantwortung für den Anschlag zurück.
Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer nannte den Anschlag einen Versuch, die Beziehungen zwischen den Ländern in der Region zu unterminieren. Die Nato werde sich weiterhin für Sicherheit und Stabilität in Afghanistan einsetzen.
Beim blutigsten Anschlag in Kabul seit dem Sturz der Taliban 2001 sind am Montag mindestens 44 Menschen in den Tod gerissen worden. Mehr als 140 weitere wurden verletzt. Ein Selbstmordattentäter sprengte sich mit einem Auto vor der indischen Botschaft im Zentrum Kabuls in die Luft. (nz/dpa/AP)