Nach Angaben der Sprecherin der EU-Polizeimission in Afghanistan, Andrea Angeli, waren drei Deutsche und ein afghanischer Dolmetscher in einem gepanzerten Fahrzeug im Norden der Provinz Kundus unterwegs, als ganz in der Nähe ein Auto explodierte. Demnach seien alle vier Männer leicht verletzt worden. Ein Sprecher des Gouverneurs von Kundus sagte, auch drei vorbeigehende Schulmädchen hätten Verletzungen erlitten.Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Konrad Freiberg hat einen bestmöglichen Schutz für deutsche Polizisten in Afghanistan gefordert. «Wenn man nicht für ein Höchstmaß an Sicherheit sorgt, dann wird es natürlich schwierig werden, Kollegen freiwillig dort hinzubekommen», sagte er der in Halle erscheinenden «Mitteldeutschen Zeitung» (Montag-Ausgabe) mit Blick auf den jüngsten Anschlag.
«Es gibt Defizite. Und wir fordern, dass die Defizite behoben werden», so Freiberg. Dies gelte für die medizinische Versorgung, den Schutz der Polizeiausbilder durch Militärs und die Befreiung aus gefährlichen Situationen. «Der Einsatz wird immer gefährlicher.»
Erst am Montag waren in Kundus zwei deutsche Soldaten während einer Patrouille durch eine Sprengfalle leicht verletzt worden. Einen Tag später, am 1. Juli, hatte die Bundeswehr das Kommando für die schnelle Eingreiftruppe in Nord-Afghanistan übernommen. (dpa/AP)