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Attentat in Afghanistan: 

Anschlag verletzt deutsche Polizeiausbilder

06. Jul 2008 14:43
Afghanische Polizisten
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Die Deutschen waren mit einem afghanischen Übersetzer in einem gepanzerten Fahrzeug nördlich von Kundus unterwegs, drei Schulmädchen gingen gerade vorbei, ein anderes Fahrzeug kam den Deutschen entgegen- plötzlich gab es eine Explosion. Mehrere Menschen wurden verletzt.

Bei einem Anschlag in Nordafghanistan sind nach Angaben der Bundesregierung zwei Polizisten leicht verletzt worden. «Zwei deutsche Polizisten sind betroffen von dem Anschlag, die allerdings nur leichte Verletzungen davongetragen haben», sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums am Sonntag in Berlin. Das gepanzerte Auto und ein entgegenkommendes Fahrzeug seien beschädigt worden.

Die Verletzten seien vor Ort versorgt worden und würden vermutlich in das Bundeswehrlazarett in Kundus gebracht. Unklar ist, ob es sich um einen Selbstmordanschlag, eine Sprengfalle oder eine Sprengladung im entgegenkommenden Fahrzeug gehandelt hat. Im Rahmen der Eupol-Mission sind rund 60 deutsche Polizisten derzeit als Ausbilder in Afghanistan tätig.

Gewerkschaft der Polizei fordert mehr Schutz

Nach Angaben der Sprecherin der EU-Polizeimission in Afghanistan, Andrea Angeli, waren drei Deutsche und ein afghanischer Dolmetscher in einem gepanzerten Fahrzeug im Norden der Provinz Kundus unterwegs, als ganz in der Nähe ein Auto explodierte. Demnach seien alle vier Männer leicht verletzt worden. Ein Sprecher des Gouverneurs von Kundus sagte, auch drei vorbeigehende Schulmädchen hätten Verletzungen erlitten.

Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Konrad Freiberg hat einen bestmöglichen Schutz für deutsche Polizisten in Afghanistan gefordert. «Wenn man nicht für ein Höchstmaß an Sicherheit sorgt, dann wird es natürlich schwierig werden, Kollegen freiwillig dort hinzubekommen», sagte er der in Halle erscheinenden «Mitteldeutschen Zeitung» (Montag-Ausgabe) mit Blick auf den jüngsten Anschlag.

«Es gibt Defizite. Und wir fordern, dass die Defizite behoben werden», so Freiberg. Dies gelte für die medizinische Versorgung, den Schutz der Polizeiausbilder durch Militärs und die Befreiung aus gefährlichen Situationen. «Der Einsatz wird immer gefährlicher.»

Erst am Montag waren in Kundus zwei deutsche Soldaten während einer Patrouille durch eine Sprengfalle leicht verletzt worden. Einen Tag später, am 1. Juli, hatte die Bundeswehr das Kommando für die schnelle Eingreiftruppe in Nord-Afghanistan übernommen. (dpa/AP)

 
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