Wie bereits im Mai wurden auch im Juni in Afghanistan mehr ausländische Soldaten getötet als im Irak. Nach Zählung des Internetdienstes icasualties.org kamen im Juni in Afghanistan 45 ausländische Soldaten bei Kämpfen, Anschlägen und Unfällen ums Leben, im Mai waren es 31 gewesen. Im Irak zählte icasualties.org im Juni 30 tote Soldaten (Mai: 21). In beiden Ländern gab es die meisten Opfer unter den US-Truppen. Damit stieg die Zahl der getöteten ausländischen Soldaten in Afghanistan im vergangenen Monat auf das bislang höchste Niveau seit dem Sturz der Taliban Ende 2001.
Entscheidend für Erfolge in Afghanistan sei allerdings nicht ein militärischer Sieg, sagte Craddock. Vielmehr müssten Entwicklung und Regierungsführung des Landes im Mittelpunkt stehen.
An der Isaf in Afghanistan sind derzeit rund 52.700 Soldaten aus 40 Staaten beteiligt. Zudem sind etwa 13.000 US-geführte Koalitionstruppen im Land. (nz/AP/dpa)