Proteste gegen schwedische Überwachungspläne: 

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Protest vor dem Parlament (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Protest vor dem Parlament
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die Proteste gegen das Gesetz zur Überwachung des Datenverkehrs zwischen Schweden und dem Ausland sind heftig. Und schmerzhaft für die Behörden: Unbekannte haben geheime Daten von Mitarbeitern des Geheimdienstes ins Netz gestellt.

Offenbar aus Protest gegen die vom Parlament beschlossene Verschärfung der Gesetze zur Überwachung von Telefon und E-Mail-Verkehr haben Unbekannte am Donnerstag Daten von rund 20 Mitarbeitern des schwedischen Militärgeheimdienstes im Internet veröffentlicht.

In einem Interview mit dem Sender TV4 erklärte Geheimdienstleiter Ingvar Akesson, er vermute, dass die Aktion von Leuten ausgegangen sei, die dagegen protestieren wollten, dass seine Behörde nun E-Mail und Telefonate überwachen darf. Im schwedischen Blog Politikerbloggen hieß es, es seien Adressen, Telefon- und Kreditkartennummern veröffentlicht worden.

Nach hitziger Debatte wurde das Gesetz am Mittwochabend mit der knappen Mehrheit von 143 gegen 138 Stimmen bei einer Enthaltung gebilligt. Das Gesetz tritt im Januar kommenden Jahres in Kraft. Vor dem Parlament protestierten hunderte Demonstranten gegen die Überwachungspläne, die sie als die weitestgehenden in ganz Europa brandmarkten. (AP)