21. Mai 2008 10:40
Nach den fremdenfeindlichen Krawallen in Johannesburg sind nun auch andere Teile des Landes betroffen: In der Küstenstadt Durban wurden Nigerianer attackiert. Auch die Sorge um die Fußball-WM 2010 steigt.
Wie die «Tageszeitung» berichtete, richtet sich die Gewalt aber auch gegen Südafrikaner, die mit einem Nichtsüdafrikaner verheiratet sind, oder die auf Zuruf nicht in einer der gängigen Sprachen wie Zulu antworten. Zum Ausbruch der Gewalt in Südafrika schreibt die liberale Wiener Zeitung «Die Presse» am Mittwoch: «In Johannesburgs Elendsvierteln wird zur Menschenjagd geblasen: Opfer werden mit Eisenstangen zu Tode geprügelt, andere bei lebendigem Leibe angezündet.«In den Armenvierteln Johannesburgs träfen die Zugewanderten auf eine Unterschicht, die selbst nichts hat und unter 40 Prozent Arbeitslosigkeit leidet. Die Regierung Mbeki schaffe es nicht, sie beim Aufschwung der stärksten Wirtschaftsmacht des südlichen Afrikas mitzunehmen. Da genüge dann »ein Funke, diesen sozialen Sprengstoff zur Explosion zu bringen.« (nz/dpa)