19. Mai 2008 15:36
Viele Institutionen und Organisationen stellen Informationen für Auswanderer zur Verfügung und bieten gezielte Beratungen an. Die wichtigsten Tipps für alle, die für immer die Koffer packen wollen.
Die Informationsstelle für Auswanderer und Auslandstätige des BVA in Köln erstellt Informationsschriften zu allgemeinen Fragen und einzelnen Zielländern. Die Schriften und eine persönliche Beratung bekommen Auswanderungswillige jedoch nicht dort, sondern bei den Beratungsstellen des Raphael-Werks, des Diakonischen Werks und des Deutschen Roten Kreuzes. Was sollte ich grundsätzlich bei der Entscheidung bedenken?
Bei den Gründen für die Auswanderung sollte man ehrlich zu sich selbst sein: Auswanderung sollte nicht die Flucht vor ungelösten Problemen sein.
Wie kann ich mich vorbereiten?
Wer sich entschieden hat, sollte sich Zeit lassen, seine Pläne umzusetzen. Das Zielland sollte möglichst mehrfach, abseits der Touristenwege und auch in unangenehmen Jahreszeiten bereist werden.
Wie wichtig sind Sprachkenntnisse?
Die Sprache des Ziellandes muss lkangfristig ohnehin erlent werden. Sich darauf zu verlassen, dass man vor Ort schon irgendwie von selbst die Sprachkenntnisse erlangt, ist meist illusorisch. Wenigstens Grundkenntnisse sollten vorab in Deutschland erorben werden.
Ist es mir rechtlich erlaubt, im Ausland zu arbeiten?
Bürger aller Länder des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) sind grundsätzlich berechtigt, ohne Arbeitserlaubnis in einem anderen EWR-Land zu arbeiten.
Wo finde ich Informationen zur Vermittlung eines Arbeitsplatzes im Ausland?
Beim Stelleninformationsservice (SIS) der örtlichen Arbeitsagentur finden sich neben nationalen Anzeigen auch Stellenangebote für das Ausland. Die Stellen werden zudem im «Virtuellen Arbeitsmarkt» auf den Internetseiten der Bundesagentur für Arbeit angeboten. Die Berufsinformationszentren (BIZ) der Arbeitsagenturen halten ebenfalls Material bereit. Erste Informationen über die Beschäftigungslage, Lebens- und Arbeitsbedingungen in bestimmten Ländern sowie Arbeitsangebote bietet auch das im EURES-Informationsportal der Europäischen Kommission.
Wie kann ich die Risiken einer Auswanderung abschätzen?
Wer ins Ausland geht, sollte ein finanzielles Polster haben. Bei der Suche nach einer Unterkunft sollte man nie eine Immobilie kaufen, die man nicht vor Ort gesehen hat.
Was tun, wenn es im Ausland nicht klappt?
Der Kontakt zur Familie und zu Freunden in Deutschland sollte nicht abreißen. Auswanderer sollten einen «Plan B» entwickeln und damit rechnen, dass auch dieser nicht funktioniert. Sie sollten sich bewusstmachen, dass eine Rückkehr nach Deutschland nie ausgeschlossen werden kann.