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Stichwahl um Präsidentenamt: 

Tsvangirai kehrt nach Simbabwe zurück

16. Mai 2008 15:32
Der Oppositionsführer will zur Stichwahl zurück kehren
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Nach langer Verzögerung kommt es Ende Juni endlich zur Stichwahl zwischen dem bisherigen Präsidenten und dem Oppositionsführer. Der Ausgang der Wahl ist völlig offen.

Der simbabwische Oppositionsführer Morgan Tsvangirai hat die baldige Rückkehr in sein Heimatland zur Vorbereitung der Stichwahl gegen Präsident Robert Mugabe angekündigt. Bei einem internationalen Treffen liberaldemokratischer Parteien und Bewegungen in Belfast lobte er am Freitag in einer Rede den Mut seiner Wähler und Wahlkämpfer und sagte: «Für diese Menschen muss ich jetzt nach Simbabwe zurückkehren. Ich muss bei ihnen sein und sie aus den Schatten herausführen, die ihr Leben verdunkeln.»

In Simbabwe findet am 27. Juni die Stichwahl um das Präsidentenamt statt, wie die Wahlkommission am Freitag mitteilte. Dabei stehen sich dann Oppositionsführer Morgan Tsvangirai und der langjährige Machthaber Robert Mugabe gegenüber, der das Land seit der Unabhängigkeit von Großbritannien vor 28 Jahren führt. Tsvangirai hatte nach offiziellen Angaben in der ersten Runde zwar die meisten Stimmen gewonnen, die absolute Mehrheit aber verfehlt.

Tsvangirai hat Simbabwe vor einiger Zeit verlassen

Nach Angaben seiner Bewegung für Demokratischen Wandel (MDC) hatte Tsvangirai sogar schon bei der Wahl am 29. März die absolute Mehrheit bekommen. Der Oppositionsführer hatte sich später aber bereit erklärt, gegen Mugabe in einer Stichwahl anzutreten. Die Wahlkommission hatte ihr Ergebnis der Präsidentenwahl erst am 2. Mai veröffentlicht, mehr als einen Monat nach der Abstimmung. Eigentlich hätte die Stichwahl innerhalb von 21 Tagen stattfinden müssen, Justizminister Patrick Chinamasa habe aber von seinem Recht gebraucht gemacht, die Frist zu verlängern, erklärte die Regierung am Donnerstag. Die Opposition hatte dies als unverantwortlich kritisiert. Mugabes Partei ZANU-PF begann bereits mit ihren Vorbereitungen für den Wahlkampf.

In Belfast äußerte sich Tsvangirai optimistisch über den Ausgang der Stichwahl: «Ich weiß, dass die MDC die nächste Regierung in Simbabwe stellen wird.» Der «Untergang der Diktatur» sei unausweichlich. Zugleich appellierte er an die Regierungen im südlichen Afrika, sich gegen Mugabe zu stellen und eine reibungslose Übergabe der politischen Macht in Simbabwe zu unterstützen. Tsvangirai hatte Simbabwe vor mehr als einem Monat verlassen und sich vor allem im Nachbarland Südafrika aufgehalten, während Anhänger der MDC in seiner Heimat unter Repressalien zu leiden hatten. (dpa/ AP)

 
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