Nach Angaben seiner Bewegung für Demokratischen Wandel (MDC) hatte Tsvangirai sogar schon bei der Wahl am 29. März die absolute Mehrheit bekommen. Der Oppositionsführer hatte sich später aber bereit erklärt, gegen Mugabe in einer Stichwahl anzutreten. Die Wahlkommission hatte ihr Ergebnis der Präsidentenwahl erst am 2. Mai veröffentlicht, mehr als einen Monat nach der Abstimmung. Eigentlich hätte die Stichwahl innerhalb von 21 Tagen stattfinden müssen, Justizminister Patrick Chinamasa habe aber von seinem Recht gebraucht gemacht, die Frist zu verlängern, erklärte die Regierung am Donnerstag. Die Opposition hatte dies als unverantwortlich kritisiert. Mugabes Partei ZANU-PF begann bereits mit ihren Vorbereitungen für den Wahlkampf. In Belfast äußerte sich Tsvangirai optimistisch über den Ausgang der Stichwahl: «Ich weiß, dass die MDC die nächste Regierung in Simbabwe stellen wird.» Der «Untergang der Diktatur» sei unausweichlich. Zugleich appellierte er an die Regierungen im südlichen Afrika, sich gegen Mugabe zu stellen und eine reibungslose Übergabe der politischen Macht in Simbabwe zu unterstützen. Tsvangirai hatte Simbabwe vor mehr als einem Monat verlassen und sich vor allem im Nachbarland Südafrika aufgehalten, während Anhänger der MDC in seiner Heimat unter Repressalien zu leiden hatten. (dpa/ AP)