60. Jahrestag der Staatsgründung Israels: 

netzeitung.dePalästinenser gedenken der «Nakba»

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60. Jahrestag der Staatsgründung Israels 

Lupe Palästinenser gedenken der «Nakba»

Symbolisch soll sich der Himmel über Israel verdunkeln. Mit schwarzen Luftballons wollen die Palästinenser an den Verlust ihrer Heimat vor 60 Jahren erinnern, während Israel die Staatsgründung feiert.

Die Palästinenser haben am Donnerstag der Flucht und Vertreibung hunderttausender Palästinenser im ersten Krieg nach der israelischen Staatsgründung vor 60 Jahren gedacht. Mit Demonstrationen und Märschen im Westjordanland und Gazastreifen erinnerten sie an den Heimatverlust von etwa 700.000 Palästinensern im Jahre 1948, den die Palästinenser «Nakba» (Katastrophe) nennen. Am Mittag heulten in den Palästinensergebieten zwei Minuten lang zum Gedenken daran die Sirenen.

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas sagte in einer Fernsehansprache, man begehe den Tag, um an den «langen Kampf» der Palästinenser zu erinnern. Nur ein Ende der israelischen Besatzung könne Sicherheit für die Region bringen. «Unsere Hand ist immer noch zum Friedensschluss ausgestreckt», sagte Abbas. Im Stadtzentrum Ramallahs drängten sich am frühen Nachmittag Tausende von Menschen.
22.000 Tage seit der Staatsgründung
Insgesamt 22.000 schwarze Luftballons - einen für jeden Tag seit der israelischen Staatsgründung - sollten losgelassen werden, um den Himmel über dem nahe gelegenen Jerusalem zu verdunkeln. Dies soll die Trauer und das Leiden der Palästinenser symbolisieren, während Israel seinen 60. Gründungstag feiert.

Israelische Sicherheitskräfte waren aus Furcht vor Ausschreitungen in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt worden. Die radikal-islamische Hamas hatte Bürger aufgefordert, in Richtung der blockierten Grenzübergänge mit Israel zu marschieren. (dpa)