15. Mai 2008 22:41
Erstmals bereist eine deutsche Regierungschefin das südamerikanische Land, dessen Machthaber Uribe nicht eben unstreitbar ist. Zu bereden gibt es in Kolumbien viel: Farc-Geiseln, Drogenproduktion und das Verhältnis zum Nachbarn Venezuela.
Unterdessen freut sich die deutsche Wirtschaft über «Weltspitze-Zuwächse» in den südamerikanischen Finanzmärkten. «Die Werte börsennotierter Unternehmen steigen weit überdurchschnittlich - in Kolumbien letztes Jahr um über 60 Prozent», sagte Bodo Liesenfeld vom Lateinamerika-Verein. Er begleitet Merkel auf ihrer einwöchigen Reise durch die Region. Für ihn sei eine «Reorientierung auf Lateinamerika in vielen Bereichen der Wirtschaft spürbar, die ihre erste große Investitionsbewegung bereits in der 60er und 70er Jahren hatte, was im Vergleich zu den Investitionen in Asien heute vielfach vergessen wird». Deutschland ist Kolumbiens größter Handelspartner in der EU. Die deutsche Einfuhr aus Kolumbien betrug im Jahre 2006 wertmäßig 613,8 Millionen Euro, die deutsche Ausfuhr dorthin 885,5 Millionen US-Dollar.