Elektronische Verteidigung: Nato richtet Zentrale gegen Computerkrieg ein14. Mai 2008 15:43  |  Von Tallinn aus soll gegen internationale Hacker vorgegangen werden | Foto: AP |
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Das Verteidigungsbündnis rüstet gegen die Bedrohung im Internet auf. In Tallinn sollen künftig Experten für elektronische Kriegsführung das weltweite Datennetz überwachen.
Die estnische Hauptstadt Tallinn wird zum Zentrum für die Abwehr von Computerangriffen auf die Mitglieder der Nato. Sechs Mitgliedsländer und Estland unterzeichneten am Mittwoch in Brüssel ein entsprechendes Abkommen. Es sieht die Stationierung von etwa 25 Experten für elektronische Kriegsführung vor. Sie sollen die Nato-Staaten über die Abwehr von Computerattacken beraten und stets auf dem neuesten Stand der Technik sein.
Estland hatte sich als Standort des Zentrums beworben, weil das Land vor einem Jahr Ziel des bisher schwersten Computerangriffs geworden war. Während eines Konflikts mit Moskau um ein Denkmal für Soldaten der Roten Armee in der einstigen Sowjetrepublik waren die Computer von Behörden, Banken und Geschäften von «Hackern» angegriffen und weitgehend lahmgelegt worden. Die Nato hat seither mehrfach die Bedeutung der Abwehr möglicher elektronischer Angriffe betont. Bei den Staaten, die sich zur Mitarbeit in dem Zentrum in Tallinn verpflichten, handelt es sich um Deutschland, Italien, Spanien, die Slowakei, Litauen und Lettland. (dpa)
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