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Vorwahlen zur US-Präsidentschaftskandidatur: 

Superdelegierte laufen zu Obama über

09. Mai 22:41, ergänzt 22:43
Materialschlacht beim US-Vorwahlkampf
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Der schwarze US-Senator Obama hat bei der Zahl der wichtigen «Superdelegierten» seine Rivalin Clinton fast eingeholt. Mehrere Demokraten wechselten überraschend das politische Lager.

Im spannenden Duell der US-Präsidentschaftsbewerber der Demokratischen Partei kann sich Barack Obama über die Unterstützung von sechs weiteren Superdelegierten freuen. Zu seinen neuen Gefolgsleuten gehören der Chef der einflussreichen Gewerkschaft der Regierungsbeschäftigten (AFGE), John Gage, und der schwarze Kongressabgeordnete Donald Payne aus New Jersey, der ursprünglich Hillary Clinton unterstützte, jetzt aber zu Obama übergelaufen ist, wie Obamas Sprecher Dan Pfeiffer am Freitag mitteilte.

Auch Hillary Clinton konnte sich über eine neue Superdelegierten-Stimme freuen. Für sie sprach sich der Abgeordnete Chris Carney aus Pennsylvania aus. Er begründete dies damit, dass sich die Wähler in seinem Wahlkreis bei der Vorwahl mit klarer Mehrheit für Clinton ausgesprochen hätten.

Die insgesamt knapp 800 «Superdelegierten» werden im Kampf um die Nominierung wahrscheinlich zum Zünglein an der Waage werden. Es sind von der Parteiführung bestimmte jetzige oder ehemalige Funktionäre und Amtsträger, die bei der Abstimmung auf dem Wahlparteitag der Demokraten Ende August nicht auf die Vorwahlergebnisse in ihrem Staat festgelegt sind. Etwa 250 «Superdelegierte» haben sich bisher noch nicht öffentlich festgelegt.

Bei den gebundenen Delegierten führt Obama mit rund 160 vor der Ex-First Lady - praktisch uneinholbar, weil nur noch sechs Vorwahlen anstehen. Es wird erwartet, dass beide Bewerber bei jeweils drei von ihnen siegen und sich damit die zu gewinnenden 217 Delegiertenstimmen ungefähr teilen werden. Der aktuelle Stand verzeichnet für Obama 1857 Delegiertenstimmen und für Clinton 1697. Damit ist auch Obama trotz seiner Führung auf einen weiteren Zulauf von «Superdelegierten» angewiesen, um die für die Nominierung nötige Mehrheit von 2025 Stimmen zu erreichen. (AP/dpa)

 
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