09. Mai 2008 19:33
Bis in die 1950er Jahre galt der 1943 von Frankreich in die Unabhängigkeit entlassene Libanon als «Schweiz des Nahen Ostens». Die Wirtschaft blühte, die religiösen Gruppen lebten in Frieden miteinader. Danach prägten Turbulenzen und Gewalt die Geschichte des Landes.
Bürgerkrieg zwischen christlichen Milizen und muslimischen Verbänden. Bilanz: Schwere Verwüstungen, insgesamt 150 000 Tote. Einige der Milizen wechseln im Verlauf des Krieges die Fronten. 1976 greift die syrische Armee ein, 1978 besetzt Israel den Süden (bis 2000).1982
Israelische Militäraktion «Frieden für Galiläa» zur Zerschlagung der PLO von Arafat. Israel duldet Massaker christlicher Milizen in den Palästinenserlagern Sabra und Schatila in Beirut.
Aufteilung der Macht zwischen Christen und Muslimen. Unter Ministerpräsident Rafik Hariri (bis 2004) wirtschaftlicher Aufschwung. 1993 und 1996
Israel beantwortet Raketenbeschuss jüdischer Siedlungen mit massiven Angriffen auf Stützpunkte der schiitischen Hisbollah im Südlibanon. 2000 Abzug der israelischen Armee aus dem Südlibanon.
2005
Nach Ermordung von Ex-Ministerpräsident Rafik Hariri im Februar massive Proteste gegen die syrische Präsenz («Zedernrevolution»). Syrische Armee zieht ab. Neue Attentatswelle: Zu den vielen weiteren anti-syrischen Mordopfern zählt Industrieminister Pierre Gemayel (2006). 2006
Im Juli/August Krieg zwischen Israel und der Hisbollah mit schweren Zerstörungen und mehr als 1000 Toten. Danach sichert eine UN-Friedenstruppe die südliche Grenze des Libanons.
2006
Rücktritt von sechs pro-syrischen Ministern im November. Danach Demonstrationen der Opposition und anhaltende Regierungskrise.