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Rentenpolitik: 

Deutsche fürchten Altersarmut

04. Mai 2008 09:19
Beten hilft bei Armut meist nicht
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Die meisten der heute 50 bis 64-Jährigen haben den Glauben an eine angemessene Rente offenbar verloren. Insgesamt sind nur wenige Bürger überzeugt, dass die derzeitigen Politiker etwas für die Probleme der Rentner tun.

Fast drei Viertel der Deutschen glauben, dass Altersarmut schon in wenigen Jahren eines der größten Probleme des Landes sein wird. Das gaben 73 Prozent der Bundesbürger in einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für «Bild am Sonntag» an, nur 25 Prozent sind anderer Meinung. Besonders groß ist die Sorge mit je 82 Prozent bei den Frauen sowie bei den Menschen, die zwischen 50 und 64 Jahre alt sind, also in den nächsten Jahren ins Rentenalter kommen.

Nur ein Drittel (33 Prozent) der Bürger ist der Meinung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), dass die Grundsicherung Armut im Alter verhindere und somit bei der Rente keine großen Änderungen nötig seien. Merkel hatte der Zeitung vor einer Woche gesagt: «Einen Systembruch bei der Rente wird es mit mir nicht geben.» 36 Prozent dagegen fordern, Bezieher von Mini-Renten sollten zusätzlich vom Staat über Steuereinnahmen Geld erhalten. Das hatte Nordrhein- Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) für Arbeitnehmer vorgeschlagen, die mindestens 35 Jahre Beiträge gezahlt haben.

25 Prozent der Befragten plädieren dafür, dass wohlhabende Rentner weniger Rente erhalten, um dafür die Mini-Renten aufstocken zu können. Zugleich sagen 50 Prozent, weder Merkel oder Rüttgers noch SPD-Chef Kurt Beck oder Arbeitsminister Olaf Scholz (SPD) kümmerten sich ernsthaft um die Probleme der Rentner. Nur 28 Prozent behaupten, die Kanzlerin setze sich für die Rentner ein, bei Rüttgers sind es 24 Prozent. Beck erreicht 19 Prozent, Scholz 8 Prozent. Die Umfrage wurde am 29. April unter 501 Bundesbürgern durchgeführt. (dpa)

 
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