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Demonstrationen zum Tag der Arbeit: 

Heftigste Mai-Krawalle seit Jahren

02. Mai 2008 07:58, ergänzt 10:39
Die Verhaftungen gingen in der Nacht weiter
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Nach den Ausschreitungen am Mai-Feiertag haben Hamburger Demonstranten in den späten Abendstunden erneut randaliert. In Berlin, wo der Polizeipräsident mit Flaschen beworfen wurde, zieht die Polizei trotzdem eine positive Bilanz.

Die Ausschreitungen anlässlich der Demonstrationen zum 1. Mai sind in Hamburg auch in der Nacht weiter gegangen. Im Schanzenviertel kam es erneut zu Krawallen und anschließenden Festnahmen. Randalierer hätten Papiercontainer angezündet und Scheiben eingeworfen, sagte ein Polizeisprecher am Freitag.

Die Polizei sei «mit starken Kräften» vor Ort, Zahlen wollte der Sprecher nicht nennen. Es habe mehrere Festnahmen gegeben. Die Randalierer hätten Papiercontainer angezündet und Scheiben eingeschlagen, möglicherweise seien auch zwei bis drei Fahrzeuge in Flammen aufgegangen, so der Polizeisprecher. Inzwischen wurde mit den Aufräumarbeiten begonnen. Mitarbeiter der Stadtreinigung fegten bis zum Vormittag rund 25 Kubikmeter Glasscherben, Müll und Steine von den Straßen.
Auch in Berlin, wo es in den vergangenen Jahren rund um den 1.Mai immer wieder schwere Ausschreitungen linker Gruppen gegeben hatte, kam es nach einem weitgehend friedlichen Feiertag am Abend doch noch zu den befürchteten Gewaltausbrüchen im Stadtteil Kreuzberg.

Berliner Polizei zieht positive Bilanz

Autonome griffen Polizeipräsident Dieter Glietsch an, als sich dieser- von Fotografen in ein Blitzlichtgewitter gehüllt- persönlich am Ort ein Bild von der Lage verschaffen wollte. Sie bewarfen ihn mit Flaschen, Steinen und Stühlen. Personenschützer brachten den Polizeipräsidenten, der unverletzt blieb, in einem Mannschaftswagen in Sicherheit. Der Wagen wurde mit Steinen, Flaschen, Stühlen und Fahrrädern beworfen, ständig wurden Feuerwerkskörper gezündet. In der Folge wurden Dutzende Demonstranten festgenommen. Insgesamt waren 4700 Polizisten im Einsatz, darunter auch Beamte aus anderen Bundesländern.

Die erste Bilanz der Berliner Polizei fällt trotzdem positiv aus. Es sei gelungen, einen weitestgehend friedlichen Mai-Tag in Kreuzberg zu gewährleisten, sagte Polizeisprecher Bernhard Schodrowski am Freitag. Allerdings seien einzelne Gewalttaten nach einer Demonstration der linken und autonomen Szene nach Einbruch der Dunkelheit nicht zu verhindern gewesen.

Insgesamt nahmen an den Demonstrationen und dem sogenannten Myfest laut Polizeiangaben Tausende Menschen teil. Seit 1987 hat es am 1. Mai in Berlin immer wieder Ausschreitungen gegeben. Seit drei Jahren wurde die Gewalt aber deutlich eingedämmt.

Gewalttaten in Neustadt an der Weinstraße

Auch im rheinland-pfälzischen Neustadt an der Weinstraße kam es am Donnerstag bei rechten und linken Demonstrationen zu Ausschreitungen. Gewalttätigen Autonomen, sei es nicht um Protest gegen Rechts gegangen, sondern um Krawalle, Sachbeschädigungen und Auseinandersetzungen mit der Polizei, wie diese erklärte. Insgesamt kamen rund 600 Angehörige der linken Szene nach Neustadt. Gewalttätige Kleingruppen hätten in der Innenstadt randaliert, Scheiben eingeworfen sowie Mülltonnen und Papierkörbe angezündet. Insgesamt wurden 28 Personen festgenommen. Zwölf Polizeibeamte wurden leicht verletzt. (dpa/ AP)

 
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