Bekehren oder töten
13.12.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Tatsächlich nimmt das Spiel eine ganze Reihe von Vorurteilen der religiösen Rechten in den USA auf: So ist der Anführer der Bösen der Sohn von zwei Schwulen und von Beruf Generalsekretär der Uno. Einige seiner Untergebenen sind Juden oder Muslime. Schätzungsweise 60 Millionen Amerikaner sind evangelikale, also ultrakonservative Christen.
Jeffrey Frichner, Chef des Herstellers «Left Behind Games», hingegen bezeichnet das Spiel als pazifistisch, weil der Spieler Glaubenspunkte verliere, wenn er einen Gegner eliminiert statt ihn auf den Pfad des Glaubens zu bringen. Nicht sehr überzeugend angesichts der Tatsache, dass sein Punktekonto durch ein kurzes Gebet wieder aufgefüllt wird.
Das Spiel basiert auf der 16-teiligen Romanserie «Left behind» von Tim LaHaye and Jerry B. Jenkins. In den USA sind die Bücher eine Auflage von insgesamt 50 Millionen Exemplaren erschienen. (nz)

