05. Sep 2008 17:08
Bei der Europameisterschaft kamen sie ins Halbfinale: Die «Sbornaja» wird ein attraktiver Werbeträger. Das beweist der Ausrüstervertrag, den der deutsche Sportartikelhersteller in diesen Tagen in Moskau abschließt.
Der russische Fußballverband, der adidas auf seiner Internetseite bereits als Sponsor präsentiert, werde unter anderem am Erlös des Verkaufs von Nationalmannschaftstrikots beteiligt, hieß es. Zudem sei im Unterschied zum bisherigen Nike-Kontrakt mit adidas ein Bonus vereinbart worden, sollte die «Sbornaja» wie bei der Fußball-Europameisterschaft im Juli die Endphase eines großen Turniers erreichen. Gerade der jüngste EM-Erfolg, als Russland erst im Halbfinale gescheitert war, habe den Weg für «vorteilhaftere Bedingungen» frei gemacht. Nach Verbandsangaben wird der neue Vertrag feierlich am Montag in einem Moskauer Luxushotel unterzeichnet.Eines ihrer ersten Länderspiele in der neuen Ausrüstung soll die russische Auswahl im Oktober gegen Deutschland bestreiten. Die Moskauer Zeitung «Sport-Express» veröffentlichte bereits Fotos von Spielern in adidas-Kleidung. Das Stammhaus des Unternehmens in Herzogenaurach wollte die Berichte nicht kommentieren. adidas will spätestens im kommenden Jahr in Russland und der GUS den Umsatz auf über eine Milliarde Dollar (645 Mio Euro) steigern. «Bis 2010 werden Russland und seine Nachbarstaaten unser größter Markt in Europa sein», hatte Konzernchef Herbert Hainer im Mai in Moskau gesagt. (dpa)