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Auf der Route 7 durch Vermont:
Blechträume im Zauberwald
07. September 2008, 07:25
 | Mitten im kleinen US-Bundesstaat Vermont hat das berühmte Hemmings-Magazin sein Hauptquartier. Wir haben den Autoverrückten einen Besuch abgestattet - und auf dem Weg den automobilen Charme Vermonts entdeckt. |
Altes funktionstüchtiges Schäztchen: Ein Ford T-Modell
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| Foto: Press-Inform |
Von Sebastian Viehmann
Jim hat kaum noch Zähne, und hören tut der alte Farmer auch nicht mehr gut. Doch wenn jemand etwas über seine «Tin Lizzy» wissen will, hält er sich geduldig die Hand ans Ohr, um jeder Frage zu lauschen. Verborgen hinter einer Scheune bei Manchester, Vermont, steht unter einem kleinen Vordach das Ford T-Modell - rund 90 Jahre alt und immer noch fahrtüchtig. Zu besonderen Gelegenheiten holt Jim den Methusalem auf die Straße. «Bei der Hochzeit meiner ältesten Tochter war der Wagen das Brautauto. Hat doch viel mehr Stil als eine fette Limo», findet der alte Farmer.
Im Halbdunkel
Die Grundregel für Autofans in Vermont lautet: Wenn du eine Scheune oder große Garage siehst, schau hinein. Oder wenigstens dahinter. Praktisch überall verbergen sich automobile Schätze im Halbdunkel zwischen Heugabeln und Traktoren. In einer Scheune nördlich von Manchester etwa parken zwei Mercurys, einer Baujahr 1959, der andere 1960. Beide sind im gleichen lindgrünen Farbton lackiert. Der ältere sieht fast aus wie neu, der jüngere braucht noch viel Arbeit.
Ein paar Meilen weiter restauriert ein Mann einen 59er Ford Thunderbird - wegen der eckigen Karosserie nannte man die Autos «Squarebirds» - in seiner Garage. Draußen parken noch ein vergammelter Camaro und ein 68er Pontiac Firebird. Das elegante Pony Car, damals ein harter Konkurrent des Ford Mustang, war einmal ziemlich gut restauriert. «Ich parke ihn hier für einen Bekannten. Leider stand er die letzten Jahre immer draußen», sagt der Garagenbesitzer. Die vielen Roststellen an der Firebird-Karosse tun einem in der Seele weh.
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