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Daimler und RWE starten Projekt Elektroauto:

«Kein Klimaschutz, sondern Volksverdummung»

05. September 2008, 14:06, aktualisiert 05. September 2008, 17:52
Jürgen Großmann, Dieter Zetsche und Angela Merkel Der Autobauer Daimler und der Stromkonzern RWE haben in Berlin das Projekt für klimafreundliche Elektroautos gestartet. Kritik an dieser Partnerschaft kommt aus der Politik und Umweltverbänden.
Jürgen Großmann, Dieter Zetsche und Angela Merkel
 
Foto: dpa


Von Frank Mertens

Die Szene war fast schon symptomatisch für diesen Tag. Als Jürgen Großmann am Freitag in einem Berliner Hotel versuchte, den von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit einem gelb-schwarzen Kabel versehenen Elektro-Smart an eine Ladestation anzuschließen, benötigte der RWE-Chef dazu gleich mehrere Anläufe. So etwas kann passieren und man müsste darum wirklich kein großes Aufheben machen.

Protest von Greenpeace

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  • Doch dieser Tag verlief nun einmal nicht so reibungslos, wie sich das Daimler-Chef Dieter Zetsche und der mit ihm befreundete Großmann wohl gewünscht haben. Denn begleitet wurde der Start des weltweit größten Gemeinschaftsprojektes für klimafreundliche Elektroautos mit einem Protest von Greenpeace. Die Umweltschützer hatten sich mit einem zum rosa Klimaschwein umgewandelten Smart vor dem Hotel postiert, vor dem mehrere Säcke Kohle ausgeschüttet waren. Auf einem Transparent war zu lesen: «Smart und Kohlestrom von RWE = Klimaschwein».

    «Es ist bedauerlich, dass Daimler sich RWE als Stromlieferanten für seinen Elektro-Smart ausgesucht hat. Damit werden die Klimaschutzbemühungen absolut unglaubwürdig», sagte Greenpeace- Verkehrsexperte Marc Specowius. So würde laut Specowius ein mit RWE-Strom aufgeladener Elektro-Smart pro Kilometer 90 Gramm C02 emittieren. «Ein Smart Diesel kommt indes nur auf 88 Gramm.» Großmann entgegnete zu diesen Zahlen, dass sein Unternehmen bereits schon heute massiv in erneuerbare Energien investieren würde und damit die C02-Emissionen bei der Stromproduktion deutlich reduziere. Mit dem Projekt «e-mobility» wolle man «die Städte sauberer und leiser machen».

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