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BMW 650i Cabriolet:
Die Wüste lebt
08. September 2008, 05:47
 | Wo passt ein 6er Cabriolet von BMW besser hin als nach Palm Springs? 365 Tage im Jahr Sonnenschein und eine unvergleichliche Liebe der Einwohner zu europäischen Nobelkarossen - das gibt es nur in der kalifornischen Wüste. |
Das BMW 650i Cabrio
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| Foto: press-inform |
Von Stefan Grundhoff
In Europa ist der 6er BMW selbst im Luxussegment ein Nebendarsteller. Dabei braucht er in Sachen Fahrdynamik, Antrieb und Komfort den Vergleich mit den Großen der Branche nicht zu scheuen. Mercedes SL, Jaguar XK, Bentley Continental GT oder Aston Martin Vantage - wer in dieser Liga Coupé oder Cabriolet sucht, dem kommen oftmals andere Modelle als der 4,82 Meter lange 6er Cabriolet in den Sinn.
Imageprobleme gegenüber SL
In Kalifornien oder Florida, besonders aber in der heißen Wüste von Palm Springs sieht man jedoch mehr 6er BMW als irgend anders auf der Welt. Von den bisher 105.000 produzierten Modellen gingen knapp die Hälfte in die USA. Palm Springs, Mekka der Golfspieler und Senioren, liebt seit Jahrzehnten europäische und besonders deutsche Luxuskarossen. Eine Fahrt auf der Bundesstraße «California 111» bringt dutzende alter S-Klassen, 7er BMW oder Mercedes SL ans Tageslicht. Man braucht kein besonderes Glück zu haben, um im täglichen Leben auch Volvo Coupés, BMWs 02er Serie oder zahlreichen alten Mercedes W123er Modellen zu begegnen.
Am Straßenrand der California 111, zwischen Palm Desert und Palm Springs, steht unweit das Holiday Inn Hotels ein weißer, überaus gepflegter BMW 633 CSI aus dem Jahre 1982. Fast wie aus dem Ei gepellt, gerade einmal 94.000 Meilen gelaufen, beiges Leder und Klimaanlage sind bei der US-Vollausstattung von damals selbstverständlich. Derzeit gehört das weiße Bayern-Coupé einem Senior aus Los Angeles, der jüngst auf einen Cadillac Escalade umgestiegen ist. «Der BMW sieht nicht nur gut aus; er ist auch tipp-topp in Schuss», erzählt er, «für 4.900 Dollar gebe ich ihn ab - oder für ein gutes Angebot.» Der Vor-Vorgänger des aktuellen Sechsers teilte das Schicksal seines Enkels. Ein BMW Coupé wie der alte oder neue Sechser hatte nie das Image eines Mercedes SL, den Namen eines Maserati Coupés oder den Charme eines zweitürigen Bentleys.
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