Martin Luther King:
Der friedliche Friedensschaffer
28.01.2010
Herausgeber: netzeitung.de
Der farbige Bürgerrechtler Martin Luther King galt den 68ern als "Schwarzer Gandhi"
Quelle: Deutsche Presse-Agentur GmbH
Martin Luther King Jr. (1929 1968) Wer war er? Der Pastorensohn aus Atlanta entwickelte sich in den 60er Jahren zur Galionsfigur der schwarzen Bürgerrechtsbewegung. Der brillante Rhetoriker er hielt bis zu 200 Reden pro Jahr organisierte dutzende Demos und Protestaktionen für die Rechte der
Afroamerikaner. Und zwar mit Erfolg: 1964 wurde das Gesetz zur Aufhebung der Rassentrennung verkündet.
Obwohl die Kennedy-Brüder zu seinen größten Förderern gehörten, geriet King immer wieder ins Fadenkreuz von FBI, Justiz und Ku-Klux-Klan. Am 4. April 1968 wurde dem Friedensnobelpreisträger sein mutiges Engagement zum Verhängnis: Auf dem Balkon eines Motels in Memphis fiel er einem Attentat zum Opfer.
Und heute? Fest steht: Ohne King hätte Präsidentschaftskandidat Barack
Obama wohl niemals eine Chance, ins Weiße Haus einzuziehen. Erst Jahrzehnte später erkannte Amerikas Obrigkeit die historische Bedeutung des Bürgerrechtlers an. Pikant: Sein Tod wurde nie vollständig aufgeklärt. Ein «offizieller» Attentäter wurde zwar verurteilt, doch zwielichtige Verwicklungen von FBI und CIA lassen sich nicht ausschließen.
Warum wurde er von 68ern verehrt? Als «Schwarzer Gandhi» bewies King eindrucksvoll, dass man durch friedlichen Widerstand politische Veränderungen
erreichen kann. Ob der Busboykott von Montgomery oder der berühmte Marsch nach Washington: Kings Aktionen stärkten nicht nur das Selbstbewusstsein von Millionen Schwarzen, sondern beeinflussten auch die studentische Protestkultur.
Die Netzeitung veröffentlicht diesen Artikel als Partner des Medienprojekts «Mythos 68» von Jugendpresse.de und der Bundeszentrale für politische Bildung.
Martin Luther King «I have a dream»