Ikonen II: 

netzeitung.deUschi Obermaier – Das kiffende Kommunenmodel

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Ikonen II 

Lupe Uschi Obermaier – Das kiffende Kommunenmodel

Uschi Obermaier (*1946) – Wer war sie? Uschi Obermaier wuchs ganz unspektakulär in einer bürgerlichen Familie auf und hatte auch ein unspektakuläres Leben vor sich. Bis sie auf den prachtlockigen Rainer Langhans traf, in die Kommune 1 einzog und fortan öffentlichkeitswirksam ...

Uschi Obermaier (*1946) – Wer war sie? Uschi Obermaier wuchs ganz unspektakulär in einer bürgerlichen Familie auf und hatte auch ein unspektakuläres Leben vor sich. Bis sie auf den prachtlockigen Rainer Langhans traf, in die Kommune 1 einzog und fortan
öffentlichkeitswirksam für Emanzipation und freie Liebe eintrat. Als begehrtes Model erschienen ihre Fotos in zahlreichen Illustrierten, wo sie auch stolz von ihren Jointdrehkünsten und prominenten Affären, unter anderem Mick Jagger und Jimi Hendrix, berichtete.

Und heute? Seit mehreren Jahren schon wohnt das einstige Groupie bei Los Angeles und arbeitet als Schmuckdesignerin.

Ihre Exzesse und Erfahrungen wurden letztes Jahr mit dem eher belanglosen Streifen «Das wilde Leben» auf die Leinwand gebracht. Für Fotostrecken lässt die inzwischen 61-Jährige nur noch selten ihre Hüllen fallen – zuletzt für den Stern«.


Warum wurde sie von den 68ern verehrt? Uschi wurde zum Sexsymbol einer ganzen Generation, die sich nach ungezügelter Freiheit sehnte. Das Kommunenleben war für sie kein Ausdruck gesellschaftlichen Protests, sondern eine tabulose Partygemeinschaft mit Non-Stop-Drogenkonsum. Mit jeder Menge Charme, nackter Haut und frechen Sprüchen schaffte sie es zur attraktiven Medienikone der Revolte, ohne überhaupt irgendwie politisch aktiv zu sein.

Die Netzeitung veröffentlicht diesen Artikel als Partner des Medienprojekts «Mythos 68» von Jugendpresse.de und der Bundeszentrale für politische Bildung.

Reminiszenz an Uschi Obermaier