Ikonen I: 

netzeitung.deChe Guevara – Der romantische Revolutionär

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Che Guevara (Archivbild vom Januar 1965) (Quelle: Deutsche Presse-Agentur GmbH)

Lupe Che Guevara (Archivbild vom Januar 1965)
Quelle: Deutsche Presse-Agentur GmbH

Ernesto «Che» Rafael guevara de la serna (1928 – 1967)Wer war er? An der Seite von Fidel und Raoul Castro führte der gebürtige Argentinier die Guerillakämpfer gegen das kubanische Regime von Fulgencia Batista. Resultat: Die Revolution siegte, und ab 1959 wurde Kuba sozialistisch. «Comandante Che» beteiligte sich maßgeblich an der sozialen Umgestaltung der Zuckerrohrinsel, war Chef der Nationalbank und knüpfte Kontakte zur DDR und Sowjetunion. Nebentätigkeiten: Arzt, Frauenheld, Zigarrenraucher.
Und heute? Ein ungebrochener Mythos. Ob T-Shirts, Poster oder Taschentücher: Produkte mit Ches Konterfei werden heute immer noch millionenfach verkauft, vor allem an rebellierende Teenager und pseudolinke Promis.

Warum wurde er von den 68ern verehrt? Der Revolutionsstar verband erstmals jugendliches Charisma mit kommunistischen Idealen. Zudem wollte er den «Neuen Menschen» schaffen – und zwar mit Gewalt. Che war aber auch der träumerische Weltverbesserer, der erst Lateinamerika, danach den ganzen Planeten von Armut, Krankheit und Ausbeutung befreien wollte. Sein Versuch in Bolivien scheiterte: Am 9. Oktober 1967 wurde er von einem bolivischen Feldwebel erschossen.

Die Netzeitung veröffentlicht diesen Artikel als Partner des Medienprojekts «Mythos 68» von Jugendpresse.de und der Bundeszentrale für politische Bildung.