netzeitung.deMercedes trennt sich von Springer & Jacoby

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Unter einem neuen Werbe-Stern: Mercedes (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Unter einem neuen Werbe-Stern: Mercedes
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Jung von Matt ist die neue Werbeagentur für Mercedes-Benz. Mit dem Wechsel will der Stuttgarter Autobauer die Markenkommunikation umstrukturieren. Auswirkungen hat die Entscheidung auch auf eine andere Premiummarke.

Der Automobilkonzern DaimlerChrysler hat die Jung von Matt AG als neue Werbeagentur für seine Marke Mercedes-Benz ausgewählt. Das Hamburger Unternehmen übernimmt am 1. Januar 2007 als führende Agentur strategische und kreative Aufgaben in der Markenkommunikation. Den neuen Vorzeigekunden betreut das Führungsduo Jean-Remy von Matt und Holger Jung persönlich. Mit dem Wechsel trennt sich Mercedes-Benz nach 16 Jahren von seiner bisherigen Leadagentur Springer & Jacoby - ein schwerer Schlag für das Unternehmen.

Springer & Jacoby hatte die Premiummarke mit zahlreichen preisgekrönten Kampagnen unterstützt. Zu den Gründen, weshalb man nun auf die Dienste der Hamburger verzichtet, machte Mercedes am Donnerstag keine näheren Angaben. Vertriebs- und Marketingchef Klaus Maier sagte dazu lediglich: «Der Zeitpunkt für eine Neuorientierung in der Kommunikation von Mercedes Benz ist genau richtig, da wir demnächst unser überarbeitetes, geschärftes Markenmodell verabschieden. Jung von Matt erscheint uns dafür als idealer Partner.» Die Agentur stehe seit vielen Jahren an der kreativen Spitze und bringe herausragende Erfahrungen in allen wichtigen Bereichen des Automobilsektors mit.

Verschiebungen im Kommunikationsmix
Laut Olaf Göttgens, Leiter Markenkommunikation Mercedes-Benz Pkw, wird das Marketingbudget von rund 70 Millionen Euro nach dem Wechsel zu Jung von Matt stabil bleiben. Allerdings sei eine Verschiebung im Kommunikationsmix wahrscheinlich - etwas weg von der Klassik, hin zu mehr Direktmarketing. Vertriebs- und Marketingchef Maier erwartet sich von den künftigen Mercedes-Werbern neue Akzente. «Eine 180-Grad-Wende werden wir aber sicherlich keine vollziehen».

Bei der Entscheidung für Jung von Matt haben die angeblichen personellen Querelen bei Springer & Jacoby laut Göttgens «keine Rolle» gespielt. Dass man mit dem Auftrag an die bisher für BMW als Leadagentur tätige Jung von Matt etwas über den Konkurrenten erfahren wolle, sei ebenfalls kein Motiv für den Agenturwechsel gewesen, betont Maier. Seit sechs Jahren hält Jung von Matt den Etat bei den Münchnern. Nun soll BMW den Vertrag mit Jung von Matt zum Jahresende gekündigt haben. Offen ist, welche Agentur künftig einen lukrativen Auftrag der Bayern bekommt. (nz)