Der Chefredakteur der «Welt», Thomas Schmid, sagte, bei den Printmedien handele es sich weltweit um eine bedrohte Spezies. Bestehen könnten sie gegen die neuen Medien nur, indem sie sie nicht nachahmten. Zeitungen dürften sich nicht auf das Nachrichtliche verengen, sondern müssten viel mehr Hintergründe, überraschende Geschichten und Geschichten hinter Geschichten liefern - und das auf unterhaltsame Weise. «Zeit»-Redakteurin Susanne Gaschke meinte, sie habe den Eindruck, viele Zeitungsmacher und Verleger glaubten selbst nicht mehr an die Zukunft des Gedruckten. Doch der so genannte Wille der Jugend resultiere auch aus dem, was ihr geboten werde. Momentan herrsche eine Sehnsucht nach Schnelligkeit, eine Vorliebe für Bilder, demgegenüber sich die Analyse behaupten müsse. «Ich weiß nicht, ob man die Zeitungen retten kann, aber man sollte.»
Die Mitglieder des Netzwerkes wollen sich einmal im Jahr treffen. Zudem soll es einen ständigen Dialog mit externen Praktikern und Wissenschaftlern geben. Der Schülerwettbewerb steht unter dem Thema «Mein Land Deutschland - 60 Jahre Bundesrepublik». Der Preis ist eine zweitägige Reise für die ganze Klasse nach Berlin.
Partner der Initiative sind neben dem Kulturstaatsminister unter anderen der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ), der Verband Deutscher Lokalzeitungen (VDL) der Deutsche Presserat, der Deutsche Journalistenverband (DJV), die Stiftung Lesen und die Bundeszentrale für politische Bildung. (AP)