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Beteiligung im Pay-TV: 

Murdoch kauft noch mehr Premiere-Aktien

21. Feb 2008 22:22
Jede fünfte Aktie von Premiere gehört nun dem Unternehmer Murdoch
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Vor dem Kampf um die TV-Rechte an der Fußball-Bundesliga hat Premiere den Rücken gestärkt bekommen. Der Medienunternehmer Murdoch stockte seinen Anteil an dem deutschen TV-Unternehmen auf.

Der Medienunternehmer Rupert Murdoch hat seinen Aktienanteil am deutschen Bezahlsender Premiere von knapp 15 Prozent auf 19,9 Prozent erhöht. Das teilten der Sender und Murdochs Firma News Corporation mit. Der Premiere-Vorstandsvorsitzende Michael Börnicke bezeichnete die Aufstockung als «positives Signal» sowohl für die Attraktivität von Premiere als auch für die Wachstumsmöglichkeiten von Pay-TV im deutschsprachigen Raum.

James Murdoch, Sohn von Rupert Murdoch und Chef der News Corporation für Europa und Asien, erklärte: «Wir freuen uns auf die konstruktive Zusammenarbeit mit dem Management von Premiere bei der weiteren Wachstumsentwicklung und der zukünftigen Ausrichtung des Unternehmens.»

Murdoch ist bereits seit Anfang Januar größter Einzelaktionär bei Premiere. Damals erwarb er den Anteil des Kabelbetreibers Unity Media für einen Gesamtpreis von 287 Millionen Euro. Zu den Pay-TV-Beteiligungen von News Corporation in Europa gehören 39 Prozent am britischen Satelliten-Anbieter BSkyB und 100 Prozent an Sky Italia.

Premiere musste im Geschäftsjahr 2007 einen Verlust von 51,6 Millionen Euro verzeichnen. Zum Ende des Jahres hatte Premiere nach eigenen Angaben rund 4,3 Millionen Abonnenten. Davon waren 3,7 Millionen direkte Kunden und 628.000 indirekte Kunden über das Satelliten-Angebot des früheren Konkurrenzsenders Arena und über die Kabelnetze in Hessen und Nordrhein-Westfalen von Unity Media. Premiere hatte die Live-Rechte an der Fußball-Bundesliga 2005 zunächst an die Unity-Tochter Arena verloren, im Sommer 2007 jedoch über eine Sublizenz wieder übernommen.

Der Sender will bei der in Kürze anstehenden Vergabe der Live-Rechte an der Fußball-Bundesliga für die Spielzeiten ab 2009 mitbieten. Dabei strebt Premiere eine größere Exklusivität für die Übertragungen an. Es werde ein höheres Gebot abgegeben, wenn die Bundesliga-Zusammenfassungen im frei empfangbaren Fernsehen später als bisher ausgestrahlt würden, heißt es bei Premiere.

Vor allem in Großbritannien und Italien liegt Murdoch beim Pay-TV bereits vorn. In Großbritannien hält die News Corp. 39 Prozent an BSkyB, der führenden PayTV-Gruppe mit mehr als 8,8 Millionen Abonnenten. In Italien ist SKY Italia mit mehr als vier Millionen Kunden eine 100-prozentige Tochter. Premiere ist der führende Pay-TV- Anbieter in Deutschland und Österreich und hat ebenfalls mehr als vier Millionen Kunden. (epd/dpa)

 
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