Ein Möglichkeit fürs Radio, dem
lauen Fernsehprogramm Paroli zu bieten, könnte der heute startende «Radio-Tatort» sein. Zumindest meint die
'taz' das. Trotz einiger Mängel ist auch die «FAZ» (Seite 38) guten Mutes.
'Berliner' und
'FR' registrieren ein wenig skeptisch die medialen Eigenheiten des Radios. Der
'Tagesspiegel' spricht mit dem Koordinator der neuen Hörspiel-Reihe,
Ekkehard Skoruppa. +++ Weitere Hinweise aufs Radioprogramm liefert
Tom Peuckert in seiner
'Tagesspiegel'-Kolumne. +++ Noch mal kurz zurück zum Streit
zwischen analog und digital: Die
'Berliner' hat eine neuerliche Diskussion zwischen Journalisten und Bloggern in der «Friedrich-Ebert-Stiftung» verfolgt. Die Positionen sind aber die alten:
Die Blogger sprachen von Chancen auf Freiheit und Meinungsvielfalt. Die Journalisten zweifelten an den Fähigkeiten der Blogger, warnten vor den Gefahren des «unkontrollierten Informationsflusses» und forderten mehr Regulierung. +++ Einen
Vermittlungsversuch unternimmt der Leipziger Journalistik-Professor
Michael Haller hier. +++ In der
'FTD' ist zu lesen, dass die Ausgaben für Online-Werbung in Deutschland 2007 die Milliardengrenze überschritten haben. +++ Im Wirtschaftsteil meldet die
'FAZ', dass Gruner + Jahr die «Financial Times Deutschland» wohl zu 100 Prozent übernimmt, also die andere Hälfte, die bislang dem britischen Verlag Pearson gehörte und im
letzten Jahr dem «Spiegel» angeboten worden war. +++ 137 Prozent Auflagensteigerung im letzten Jahr, das ist kein Traum, sondern Realität bei dem alle zwei Monate erscheinenden Magazin «Landlust», das wie der Name sagt, Lebensart und Landleben verbindet. Die
'FAZ' und der
'Tagesspiegel' berichten. +++ Weniger betörende Meldungen vom Journalismus: Die
'SZ' informiert in einem ausführlichen Beitrag über
Lobbyismus, wie er sich hinter dem Internetportal
polixea.de verbirgt. +++ Presseunfreiheit in Pakistan schildert die
'Berliner'. +++ Die andauernde Malaise bei «Le Monde» ist Thema in der
'taz' in einem Beitrag, der allerdings nicht unbedingt zum Musterbeispiel sorgfältigsten Schreibens taugt («die italienische Gruppe Prisa»). +++ Die «FAZ» (Seite 38)
wundert sich über die Nachrichten, die aus dem Elysée-Palast kommen. +++ Dass die Taliban das mediale Geschäft verstehen, meint die
'taz'. +++ Zur «Tagesthemen»-Aufpäppelung plant die ARD, Plasberg auf Mittwoch 20.15 Uhr vorzuverlegen und den dort gesendeten Spielfilm auf den Montagabend zu verschieben, wenn
traditionell ein ZDF-Fernsehfilm läuft, was für Ärger sorgen könnte. Weiß der
'KStA'. +++ Dass der gestern eröffnete Prozess gegen den Werbemanager
Aleksander Ruzicka auch die Arbeitsweise eines «CDU-Netzwerks» berühren könnte, legt
Klaus Ott in der «SZ» (Seite 15) dar. +++ Die
'taz' hinterfragt unter der
Überschrift «Neues vom Irrmacher» kurz Frank Schirrmachers Ansichten zur Jugendkriminalität mit Migrationshintergrund. +++ «SZ» (Seite 15) und
'FR' empfehlen eine ARD-Dokumentation (heute 23.30 Uhr) über nicht ungesetzliche, aber
skandalöse Kreditgeschäfte. +++
Der Altpapierkorb füllt sich Donnerstag wieder gegen 10 Uhr.