Schreibt die
'taz' auf Seite 1. In der «SZ» (Seite 19) findet
Heribert Prantl ein Synonym, das ebenfalls wohl nicht in die
tag cloud passt, aber die Kritik an dem geplanten Paragraphen auf den
Punkt bringt: «Aufklärungsverhinderungsgesetz».
Da wir gerade bei Fragen des Rechts sind:
Henryk M. Broder darf die
Buchautoren Abraham Melzer und
Hajo Meyer «Kapazitäten für angewandte Judäophobie» nennen (
'Tsp'). +++ Und der Historiker
Arno Lustiger hat «Vanity Fair» wegen des Friedman-Mahler-Interviews angezeigt (
ebd.). +++ Der Chefredakteur der «Berliner Zeitung»,
Josef Depenbrock will entgegen der
Forderung der Redaktion auch Geschäftsführer bleiben.
«Wir behalten uns den Weg einer Feststellungsklage ausdrücklich vor», sagte Ewald Schulte, Mitglied des Redaktionsausschusses, der
'FTD'. +++ Eine idealistische Perspektive auf das Verhältnis von PR und Journalismus präsentiert die
'NZZ'. +++ Weitere Berichte von den Münchner Medientage liefern
'FR' und
'taz'. Letztere zitiert einen neuen
möglichen Zeitpunkt für die totale Digitalisierung: 2015. +++ Die
'Berliner' wundert sich über die Kommunikationspolitik des HR-Intendanten
Helmut Reitze im Fall
Jürgen Emig. +++ Die
'SZ' wundert sich über die Kommunikationspolitik im Hause Grünenthal angesichts des Diskussionsbedarfs, für den die Ausstrahlung des «Contergan»-Zweiteilers in der ARD gesorgt hat, den der
'Freitag' bespricht. +++ In diesem
Zusammenhang bemerkt die «SZ» (Seite 19) einmal mehr, dass Schauspieler der Zeitgeschichtsfiktionen leidenschaftlicher die Gefühle ihrer Rollen vertreten, als es vermeintliche reale Vorbilder tun. +++
'Berliner' und «FAZ» (Seite 41) berichten vom geplanten eigenständigen Parlamentsfernsehen des
Bundestages. +++
«Mal drüber nachgedacht, dass auch jemand wie 'Der Landarzt' eine andere Hautfarbe als Weiß haben könnte?» Die
'taz' informiert über den Vorschlag der Drehbuchautorin
Philippa Ebéné, die Wirklichkeit im deutschen Fernsehen durch eine Quote für Filmschaffende mit Migrationshintergrund
realistischer abzubilden:
«Denn man fragt sich doch, warum sich deutsche Redakteure dafür entscheiden, dass ihre Sendungen 'arischer' sein müssen als die Wirklichkeit.» +++ Verantwortung der Medien bei der Berichterstattung über Amokläufe an Schulen, die einen neuen «Werther-Effekt» zu zeitigen drohen, fordert ebenfalls die
'taz'. +++ «Welt Kompakt» arbeitet jetzt mit dem
2D-Code, der durch das Fotografieren mit dem Handy den Link zwischen Druckzeitung und Internet schließt (.
'Welt-Online'). +++ Nicht geschlossen wird dagegen «Second Life»: In einem lesenswerten Essay erklärt
Mathias Mertens im
'Freitag', warum das Wachstum von «SL» nicht zu Ende geht, nur weil der
Hype vorüber ist. +++
Der Altpapierkorb füllt sich Montag wieder gegen 10 Uhr.