Am gestrigen Mittwoch hatten ARD und ZDF den vorläufigen Ausstieg aus der Berichterstattung von der Tour beschlossen, nachdem der Dopingfall um T-Mobile-Profi Patrik Sinkewitz bekannt geworden war. Der Radprofi wurde von Nada-Fahndern positiv auf Testosteron getestet. Einen Tag darauf entschied sich die ARD dazu, die Tour-Berichterstattung gänzlich einzustellen. «Die Entscheidung der ARD und auch des ZDF ist bekannt, wir haben uns zurückgezogen von der Live-Berichterstattung der diesjährigen Tour de France, weil wir keine Alternative zu dieser Entscheidung gesehen haben», sagte der stellvertretende ARD-Vorsitzende Thomas Gruber. Nach Auffassung des Intendanten des Bayerischen Rundfunks ist die Glaubwürdigkeit des Radsports derart erschüttert, dass «wir es nicht mit unserem Selbstverständnis vereinbaren können weiterzuberichten, als wäre nichts gewesen».
Auch der Sender Sat1 machte vor wenigen Tagen Schlagzeilen, weil seine Nachrichtensendungen eingestellt werden sollen. Fast 200 Mitarbeiter würden von den Sparmaßnahmen betroffen sein und ihren Job verlieren. (dpa/nz)